Petra Remshardt
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Groß angelegte Übung der Seenotretter in der Neustädter Bucht

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Teil der groß angelegten Übung am 15. und 16. September vor Neustadt wird auch das Abbergen Verletzter von Seeschiffen auf die Rettungseinheiten der Seenotretter sein. (Archiv-Foto: DGzRS - Die Seenotretter)

Teil der groß angelegten Übung am 15. und 16. September vor Neustadt wird auch das Abbergen Verletzter von Seeschiffen auf die Rettungseinheiten der Seenotretter sein. (Archiv-Foto: DGzRS - Die Seenotretter)

 
Neustadt. Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Neustadt 2017 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Sie findet am 15. und 16. September vor Neustadt statt. Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Während der Übung trainieren die beteiligten Seenotretter vor allem die Koordinierung von Einsätzen bei groß angelegten Suchen und die medizinische Versorgung vieler Verletzter.
Das genaue Übungsszenario wird den beteiligten Rettungseinheiten erst mit der „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Koordinierte Suche und Rettung Schiffbrüchiger, ihre medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport werden Bestandteile der Szenarien sein. Insgesamt nehmen rund 100 Menschen an der Übung teil.
DGzRS-Ausbildungsleiter Jörg Kemna leitet die SAREx Neustadt. Er hatte bereits in den Vorjahren vergleichbare komplexe Übungen vor Helgoland, Eckernförde und Wilhelmshaven organisiert. „Dass bei Einsätzen die Rettungseinheiten zusammenarbeiten, ist oft praktizierte Selbstverständlichkeit“, sagt Kemna. „Durch eine komplexe Übung wie diese können wir gemeinsame Such- und Kommunikationsverfahren trainieren, was für den Ernstfall wesentlich ist.“
 
Mit dabei sind seitens der DGzRS zwei Seenotrettungskreuzer („Vormann Jantzen“ / ohne feste Station und „Arkona“ / Station Warnemünde) und fünf Seenotrettungsboote („Otto Behr“ / Station Wilhelmshaven, „Hertha Jeep“ / Station Stralsund, „Hans Ingwersen“ / Station Travemünde, „Henrich Wuppesahl“ / Station Neustadt und „Heiligenhafen“ / Station Heiligenhafen). Hinzu kommen das Küstenstreifenboot „Rhön 2“ der Bundespolizei, ein kleines Mehrzweckarbeitsboot aus dem Ortsverband Hamburg-Eimsbüttel des Technischen Hilfswerks (THW) und das Küstenboot „Fehmarn“ der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen. Das Küstenmotorschiff „Tina“ von Kapitän Manfred Albers und die Pinasse Wieksberg der DGzRS-Ausbildungsstation Neustadt dienen als „Havaristen“.
Echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ stellt die Gruppe „RUND“ (realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der DLRG Goch. Der Ortsverein Neustadt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist Teil der Übung und übernimmt die Annahme der „Verletzten“ an Land. Neben ihnen gilt ein besonderer Dank der Seenotretter der Deutschen Marine, die für die Übung die Liegeplätze mit entsprechender Versorgung, einen Teil der Unterkünfte für die Teilnehmer und Veranstaltungsräume auf dem Neustädter Wieksberg bereitstellt. Außerdem haben die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Ausbildungsstation Neustadt um Vormann Wolfgang Behnk die Übung maßgeblich mit vorbereitet und organisiert. (red)



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