Petra Remshardt

Anzeige: Dorf- und Schulmuseum erhält lebensechte Pferdeplastik

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Schmiedemeister Stephan Abele, 2. Vorsitzender des Fördervereins Dorfmuseum Schönwalde, neben der lebensgroßen Pferdeplastik.

Schmiedemeister Stephan Abele, 2. Vorsitzender des Fördervereins Dorfmuseum Schönwalde, neben der lebensgroßen Pferdeplastik.

Schönwalde. So mancher Besucher des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde wird zukünftig zweimal hinsehen. In der Ausstellung zu den Handwerksberufen steht tatsächlich ein Pferd auf dem Flur. Die lebensgroße und naturnahe Plastik für mehr als 1.500 Euro hat die Prokon Regenerative Energien eG im Rahmen eines Sponsorings finanziert. Die Genossenschaft betreibt den Windpark Schönwalde-Altenkrempe und fördert über 25 Jahre Projekte in den beiden Gemeinden.

„Das Sponsoring ist ein Glückfall für unser Museum“, sagt Marc Dobkowitz. Der Vorsitzende des Fördervereins hatte schon länger überlegt eine Pferdeplastik anzuschaffen, um die Arbeit des Sattlers in Form der Arbeitsgeschirre anschaulich zu präsentieren. „Wir haben einige Pferde- und Ochsengeschirre im Bestand, aber wenn sie nicht am Tier angelegt sind, durchschaut kaum einer die vielen Lederriemen“, freut sich Dobkowitz über die neue Errungenschaft zur Verbesserung der Ausstellung. So werden auch Laien zukünftig nach einem Besuch im Museum mehr zu Begriffen wie „Sellett“, „Umgang“ oder „Schweifmetze“ wissen.
„Das Pferd mit Arbeitsgeschirr soll auf die im Museum dargestellten Berufe, die sich über Jahrhunderte um den ‘1-PS-Schlepper‘ rankten, aufmerksam machen“, sagt Schmiedemeister Stephan Abele. „Mein Dank geht an Hufschmied Christopher Feddern, der uns mit seinem Fachverstand beim Aufzäumen geholfen hat.“ Der Platz zwischen der Sattlerwerkstatt von Paul Micheels, den Werkzeugen des Stellmachers und dem Modell der Schmiede von Robert Großnick sei ganz gezielt gewählt, berichtet der 2. Vorsitzende des Vereins. Von der guten Arbeit von Schmied und Sattler hing die Effektivität der Arbeit mit dem Pferd ab. Mit den richtigen Eisen an den Hufen und einem angepassten Geschirr ließ sich die Pferdestärke zum Nutzen der Menschen umsetzen ohne das Pferd zu überfordern.
Das Dorf- und Schulmuseum ist bis Ende September dienstags und freitags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Bis Ende August zusätzlich auch am Sonntag zur gleichen Zeit. (red)


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