Petra Remshardt

Expertentipps rund um Pflege und Wartung von Heizöltanks

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Auf der sicheren Seite: Spätestens alle fünf Jahre sollten Hausbesitzer den Heizöltank von einem Gutachter oder Sachverständigen überprüfen lassen. Foto: djd/Bundesverband Lagerbehälter e.V./IWO

Auf der sicheren Seite: Spätestens alle fünf Jahre sollten Hausbesitzer den Heizöltank von einem Gutachter oder Sachverständigen überprüfen lassen. Foto: djd/Bundesverband Lagerbehälter e.V./IWO

Jedes dritte Haus in Deutschland wird heute mit Heizöl beheizt. Viele der rund 5,8 Millionen Ölheizungen sind bereits seit 25 Jahren oder noch länger in Betrieb. Bei einer Modernisierung wird meistens nur der Heizkessel getauscht - der Öltank hingegen nicht. Bundesweite Überprüfungen stellen bei mindestens jedem zweiten veralteten Tank fest, dass die heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllt werden. Experten empfehlen daher einen Sicherheits-Check mindestens alle fünf Jahre. Hier die vier wichtigsten Fragen rund um Wartung und Pflege.
Wie ist die rechtliche Lage?
Es gibt zwar gesetzliche Vorgaben, allerdings gelten diese nicht für kleine Tanks, wie sie üblicherweise in Einfamilienhäusern genutzt werden. „In diesen Fällen muss der Eigentümer selber erkennen, ob seine Anlage den Vorschriften und den technischen Regeln entspricht“, sagt Reginald Homèr vom technischen Prüfdienst Bayern. Doch was ist, wenn es zu einem Ölschaden kommen sollte? Stellt der Gutachter technische Mängel fest, ist die Folge klar, macht Dr. Wolfram Krause, Geschäftsführer des Bundesverbands Lagerbehälter e.V., deutlich: „Dann ist der Hausbesitzer derjenige, der für den Schaden aufkommen muss.“
Kann der Laie selbst Schäden erkennen?
In der Tat gibt es Merkmale, bei denen der Hausbesitzer aufmerksam werden sollte - beispielsweise Verformungen an den Behältern, so Reginald Homèr weiter: „Die Behälter neigen sich dann zur Seite, bekommen dicke Füße, haben keine Zwischenabstände mehr, die Leitungen oben wölben sich zur Seite. Alles eindeutige Indizien, dass diese Anlage eigentlich nicht mehr betrieben werden darf.“ Das Gleiche betreffe den Auffangraum, bei dem im Laufe der Jahre Rissbildungen und Abplatzungen auftreten können.
Wie können Besitzer von Heizöltanks vorbeugen?
Wolfram Krause rät, die Anlage mindestens alle fünf Jahre von einem Fachmann überprüfen zu lassen. „Das kann ein entsprechend zertifizierter Heizungsbauer sein oder auch ein Sachverständiger von Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA und weitere.“ Experten aus der Nähe können Hausbesitzer bequem mit der Datenbank unter www.sicherer-oeltank.de finden. „Eine Überprüfung kostet nicht mehr als 150 Euro, dafür hat man eine wirklich fundierte und vor allem neutrale Auskunft“, so Krause weiter.
Wann ist eine Reinigung, wann ein Austausch des Öltanks die bessere Alternative?
Diese Frage können am besten die Experten vor Ort einschätzen. Reginald Homèr: „Sollte die Tankanlage älter als 25 Jahre sein, würde ich mir grundsätzlich das Geld für die Tankreinigung sparen. Lieber würde ich die veraltete Anlage gegen eine neue, sichere Anlage tauschen. Zudem schafft ein Tankaustausch zusätzlichen Raum im Keller, beispielsweise für eine kleine Saunalandschaft.“ (djd)


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