Alexander Baltz
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1 Million Ostseeschnäpel ausgesetzt - Förderverein für Gewässerpflege und Fischeramt sichern gemeinsam den Bestand

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Sierhagen. Seit nunmehr 15 Jahren arbeiten Förderverein für Gewässerpflege und Neustädter Fischeramt gemeinsam daran, den Bestand der Ostseeschnäpel in der Region zu sichern. Am vergangenen Freitag trafen sich 2. Ältermann vom Fischeramt und Gewässerwart für das Neustädter Binnenwasser Bruno Wellm und Vorsitzender des Fördervereins Uwe Morgenroth am Lachsbachstein, um dort rund 1 Million Ostseeschnäpel auszusetzen. Diese waren von Fischwirtschaftsmeister Helmut Schwarten direkt aus der Fischzucht der Netzgehegeanlage im Malenter Kellersee in einem großen Tank angeliefert worden.
 
Uwe Morgenroth kümmert sich seit Jahren sehr erfolgreich darum, den Lachsbach durch bauliche Maßnahmen (unter anderem Geröllaufschüttung) und Besatz mit Lachs und Ostseeschnäpel wieder dauerhaft mit Fischen zu besiedeln.
 
Noch vor wenigen Jahren war der Ostseeschnäpel bei uns ausgestorben. Im Herbst 1990 wurden zur Laichzeit rund 1.000 Kilogramm der letzten verbliebenen Ostseeschnäpel am Stettiner Haff aufgekauft und dann in der Schlei, der Trave, in der Pötenitzer Wiek und im Neustädter Binnenwasser ausgesetzt. Der Bestand kann allerdings nur durch fortgeführte Besatzmaßnahmen erhalten werden. Hier hilft das Fischeramt dem Förderverein kräftig mit: Im Dezember hatten die Neustädter Fischer jede Menge Ostseeschnäpel mit Kiemennetzen gefangen, um der Fischzucht am Kellersee die „Rohware“ für neuen Laich zur Verfügung zu stellen.
 
Die rund 1 Million Ostseeschnäpel-Setzlinge im Alter von zwei Tagen wurden im Beisein vom ehrenamtlichen Fischereiaufseher der Oberen Fischereibehörde Stefan Müller und Grundstückseigentümer Graf von Scheel-Plessen vorsichtig in ein Rohr gegossen, das direkt in den Lachsbach mündete. Dieser fließt direkt in das Neustädter Binnenwasser und soll für die Jungtiere die Prägungsstrecke sein, damit sie später selbst zum Laichen in den Bach zurückkehren. (ab)


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