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100 Tage im Amt: Gut vernetzt, bürgernah und transparent

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Neustadt. „Gefühlt waren es gar nicht nur 100 Tage, sondern schon etliche Monate, die ich im Amt bin“, konstatierte Bürgermeister Mirko Spieckermann im Gespräch mit dem reporter. Am vergangenen Mittwoch, dem 9. Januar, war er seit 100 Tagen Bürgermeister von Neustadt. Ein guter Zeitpunkt, um die ersten Monate Revue passieren zu lassen und über die Aufgaben in den kommenden Monaten und Jahren zu sprechen.
 
Gleich zu Anfang des Gesprächs wird deutlich: Mirko Spieckermann ist ein Bürgermeister, der sich viel vorgenommen hat und der fleißig und mit viel Elan an den gesetzten Zielen arbeitet.
Vorgenommen im Wahlkampf hatte sich Spieckermann für seine ersten 100 Tage im Amt unter anderem „Gespräche mit den wichtigen Playern“, „Überprüfung und Neuausrichtung der Verwaltung“ sowie den „Aufbau und die Erweiterung des Stadtmarketings“. Und tatsächlich, alle Themen bearbeitet der frisch gebackene Bürgermeister unter Hochdruck.
 
Netzwerk aufbauen: Besonders wichtig ist Mirko Spieckermann der direkte Kontakt zu den Menschen der Stadt. „Ich habe mich bei vielen, vielen Firmen, Behörden, Vereinen und Nachbargemeinden vorgestellt und allen die Frage gestellt, was sie beschäftigt und wo der Schuh drückt“, berichtete er. Auch die eigene Verwaltung und die Selbstverwaltung, Nachbargemeinden sowie alle Kindergärten und Schulen der Europastadt hat er besucht und sich bekannt gemacht. Außerdem nimmt er an zahlreichen öffentlichen Terminen teil. „Mir ist es sehr wichtig, proaktiv zu arbeiten, die Schwelle niedrig zu halten und auch für kleinere Sorgen und Nöte Ansprechpartner zu sein. Das verstehe ich unter Bürgerservice“, betonte er.
 
Bürgerservice: Im Rathaus sei man gerade dabei, für diese kleinen, aber häufig wichtigen Fragen und Hinweise eine eigene Stelle einzurichten. Dort sollen die Ideen und Anregungen der Bürger ankommen und zügig an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden, versehen mit einer Rückmeldung an den Bürger, wer sich wann und wie um die Angelegenheit kümmert. Das sei besser und zielführender, als sich in sozialen Netzwerken über irgendwelche Misstände aufzuregen, ist sich Spieckermann sicher.
Auch eine breitere Bürgerbeteiligung zu verschiedenen wichtigen Themen in Form von Infoveranstaltungen wünscht sich Mirko Spieckermann für Neustadt: „Das hat beispielsweise beim Küstengymnasium sehr gut geklappt und das möchte ich gerne fortsetzen“. Bei diesen Veranstaltungen erfahre man häufig noch andere Gesichtspunkte und wichtige zusätzliche Informationen von den Menschen, die es unmittelbar betrifft oder die sich für das jeweilige Thema oder Projekt interessieren, so Spieckermann.
 
Zügigeres Handeln von Verwaltung und Selbstverwaltung: Insgesamt möchte der neue Verwaltungschef diverse Arbeitsabläufe optimieren, die unter anderem auch zwischen Politik und Verwaltung greifen sollen, um raschere Entscheidungen und eine schnellere Umsetzung von Beschlüssen zu ermöglichen. Eine bessere Abstimmung aller Verantwortlichen im Vorwege helfe beispielsweise dabei, anstehende Beschlüsse nicht ewig in den Ausschüssen zu behalten, sondern sie rascheren Entscheidungen in der Stadtverordnetenversammlung zuzuführen und in der Folge auch eine schnellere Umsetzung der Beschlüsse seitens der Verwaltung zu erreichen.
 
Großprojekte: „Auf diese Weise haben wir in den ersten Monaten bereits einige große Pflöcke eingeschlagen (Themen: Weiterentwicklung der Hafenwestseite, Sanierung KGN, Standortwahl des neuen Verwaltungsgebäudes, Haushalt)“, freute sich der Bürgermeister über den guten Start der Zusammenarbeit zwischen sowohl den Kommunalpolitikern und der Verwaltung, als auch innerhalb der Verwaltung selbst: „Ich bin sehr dankbar, wie gut und vertrauensvoll ich von allen aufgenommen wurde“.
 
Weitere wichtige Themen sind für den Bürgermeister der soziale Wohnungsbau sowie ein neuer Kindergarten in Neustadt. „Wir brauchen akut Platz für zwei bis drei neue Krippengruppen“, berichtet er. Das Provisorium soll schon vor dem Sommer fertig sein, eine Endlösung für die neue Kinderbetreuungseinrichtung wünscht sich Spieckermann im größten Neubaugebiet der Stadt, am Lübschen Mühlenberg, wo noch in diesem Jahr mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen werden soll. „Wenn es keine unvorgesehenen Verzögerungen gibt, sollte der Bebauungsplan bis zum Sommer 2019 stehen“. Auch der Bedarf für eine Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets mit Sierksdorf sei vorhanden und derzeit liefen sowohl Gespräche mit der EGOH wie auch mit der Nachbargemeinde. Zudem stehe das Thema Stadtmarketing ganz oben auf seiner Agenda, berichtete der Bürgermeister. „Ich möchte, dass wir ein Stück weit weg von den Veranstaltungen kommen und einen stärkeren Fokus auf die Themen Innenstadtaktivierung und Wirtschaftsförderung legen. Das Stadtmarketing ist der Motor für die Entwicklung der Stadt“.
 
Mit anderen Worten, es gebe jede Menge zu tun und er freue sich darauf, die anstehenden Aufgaben anzupacken: „Ich mache das wirklich sehr, sehr gern und ich wusste im Vorwege, welches Arbeitspensum auf mich zukommen wird, bekräftigt Mirko Spieckermann, der sich auch weiterhin in seiner Freizeit ehrenamtlich als Handballtrainer engagiert. (gm)



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