Petra Remshardt

3. Klassen der Friedrich-Hiller-Schule kamen ins Dorf- und Schulmuseum

Bilder

Schönwalde. Eine gute Nachbarschaft ist wichtig. So besuchten die dritten Klassen der Friedrich-Hiller-Schule kürzlich das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde und lernten den Schulalltag aus vergangenen Zeiten kennen. Für diese kleine Zeitreise mussten die Schüler nur ein paar Meter aus dem Haus. Denn die ehemalige Dorfschule und heutiges Museum ist der Vorläufer der 1974 eröffneten Grundschule und liegt direkt neben dem Schulhof.
 
Die über 40 Kinder lernten alte Schulregeln wie: „Stille sitzen, Öhrchen spitzen, Hände falten, Schnabel halten, gerade sitzen, Kopf nicht stützen“. In die Rolle des strengen Dorfschullehrers mit Rohrstock und Pfeife schlüpfte Gerrit Gätjens, der die Gruppen durchs Museum führt. Bei ihm lernten die Schüler von heute das Schreiben der Alten Deutschen Schrift, gemeinhin auch als „Sütterlin“ bekannt. Passend zum „i“ gab es den Merksatz: „Rauf, runter, rauf - Pünktchen drauf!“
 
Ebenfalls ein Thema war das Arbeitsleben, das auch vor den Kindern nicht haltmachte. Haus-, Feld- und sonstige Arbeiten konnten hier anschaulich mit diversen Gerätschaften erlebt werden. So etwa, wie man Wind künstlich erzeugt, um die Spreu vom Korn zu trennen. Die Windfege gehört zu den ältesten bekannten Maschinen, die in der Landwirtschaft eingesetzt wurden.
 
Und dann war da noch das Foto von Herrn Olandt. Der Markthändler lief an Markttagen mit seinen Waren zu Fuß bis nach Neustadt und zurück. Und sah dabei trotzdem recht fröhlich aus. Denn um seine Lasten halbwegs bequem tragen zu können, benutzte er eine „Dracht“. Ein Gestell, das das Gewicht von zwei Lastkörben auf die Schultern verteilt. Vielen sicher gut bekannt vom Hamburger Wasserträger „Hummel Hummel“. Die Kinder konnten das mit eigens dafür angefertigten kleinen Drachten selbst ausprobieren.
 
Zwei Schulstunden reichten nicht aus, um alle Geheimnisse des Dorf- und Schulmuseums zu erkunden. Doch das ist kein Problem: „Wir kommen nach den Ferien wieder“ war die freudige Ansage der Kleinen. (red)


UNTERNEHMEN DER REGION