Kristina Kolbe

Baustellen über Baustellen

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Neustadt. Die Geräuschkulisse in der Neustädter Innenstadt gestaltet sich derzeit äußerst untypisch für unser beschauliches Hafenstädtchen. Möwengeschrei weicht Hammer- und Stemmlauten, die Musik der Wochenmarkt-Drehorgel wird von Baufahrzeug-Motorengeräuschen und die Schiffshupen werden vom Presslufthammer übertönt.
 
In Neustadt wird gebaut. Das ist ja per se nichts Schlechtes. Leitungen werden erneuert, Oberflächen geglättet, Rohre gelegt. Gut für die Bewohner dieser Stadt, dass die Qualität der Straßen hochgehalten wird. Das sieht auch Bürgermeister Mirko Spieckermann so: „Wir wollen vernünftige Straßen mit guter Versorgung für die Bewohner unserer Stadt gewährleisten“, sagt er. „Baustellen sind ein positives Zeichen für die Entwicklung einer Stadt. Man sieht, dass etwas passiert und dass die Stadt immer in Bewegung ist“, so Spieckermann weiter.
 
Die Stadtwerke sorgen mit dem Glasfaserausbau für Zugang zu schnellem Internet, also das, wonach sich viele Einwohner sehnen. Im landesweiten Vergleich liegt Neustadt sogar über dem Durchschnittswert. 21,3 Prozent aller Haushalte in Schleswig-Holstein können sich bereits an das Glasfasernetz anschließen. In Neustadt sind es mehr.
 
Blöd nur, wenn alles auf einmal kommt. Fährt man im Moment durch Neustadt, wird man bereits an der Autobahn mit einer Baustelle begrüßt. Weiter geht es am Heisterbusch und Butzhorn, wo seit Monaten Bauarbeiten laufen. Kürzlich wurden dann noch Reifer- und Hochtorstraße gesperrt und direkt am Markt wird ebenfalls gebaut. Das ist ziemlich viel, hat aber zumindest teilweise einen ganz einfachen Grund, wie Mirko Spieckermann weiß: „Die Baumaßnahmen in der Innenstadt sollten erst nach dem europäischen Folklore-Festival starten, deshalb kommt jetzt alles auf einmal. Die Maßnahmen werden in der Regel durch das Bauamt koordiniert, gesteuert und auf das Jahr verteilt. Das ging in diesem Jahr nicht auf, da der Sommer als Bauzeitraum ausgeklammert war“.
 
Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. Die Bauarbeiten im Heisterbusch sind fast abgeschlossen. Als nächster Meilenstein soll der Kreisverkehr am Küstengymnasium fertiggestellt werden, sodass unter anderem auch der Busverkehr wieder fließen kann. Diese Maßnahme soll schon zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten im Butzhorn sowie in der Reiferstraße dauern allerdings noch bis Herbst 2020 an.
 
Und auch in Zukunft wird der Presslufthammer in Neustadt nicht stillstehen. Ein Blick in die Zukunft verrät: Im Bültsaal startet demnächst die Glasfaser-Vermarktung, die Kirchhofsallee wird ab Anfang Oktober in Abschnitten gesperrt und der Fahrradweg am Kreisel Ostring/Rettiner Weg wird verbreitert.
 
Parken in der Innenstadt: Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass durch die Baustellen einige Parkplätze wegfallen. In der Reifer- und Hochtorstraße kann man derzeit nicht stehen, auf dem Meiereigang-Parkplatz fallen acht Plätze weg und in der Grabenstraße sind die Parkflächen durch Baufahrzeuge belegt. Somit fehlen etwa 30 Parkplätze für Innenstadtbesucher und Angestellte. Die gute Nachricht: Kapazitäten sind ausreichend vorhanden. Zum Beispiel bieten der Parkplatz hinter dem eska-Kaufhaus sowie die Plätze am Kremper Tor und am Binnenwasser reichlich Stellflächen. Für alle Kurzparker, wobei „kurz“ maximal zwei Stunden bedeutet, bieten sich die Parkplätze Klosterhof oder Pagodenspeicher an. (ko)


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