Alexander Baltz

Cismar: 40 Jahre Haus der Natur wurden mit großer Festveranstaltung gefeiert

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Cismar. Von 1979 bis heute ist eine lange Zeit. Seit fast zwei Generationen prägt das Haus der Natur den Ort Cismar. Von Anfang an dabei: Dr. Vollrath Wiese, damals noch als Schüler. Er und seine Frau Gyde leiten das Museum, das aus der Privatsammlung von ihm hervorging. Das 40-jährige Jubiläum wurde am vergangenen Sonntag mit einer Festveranstaltung gefeiert - zunächst mit geladenen Gästen wie Kreispräsident Harald Werner, Bürgervorsteher Heinz Bäker, Bürgermeister Mark Burmeister, Gemeindevertretern und Mitgliedern des Vereins zur Förderung der Naturkunde in Cismar beim Festempfang und am Nachmittag mit Museumsbesuchern.
 
Anfangs in zwei Garagen untergebracht, wuchs das Haus der Natur in den vier Jahrzehnten zu einem international anerkannten Naturmuseum, das zwar die gesamte Bandbreite der Natur darstellt, aber seit damals den Schwerpunkt „Weichtiere“, also Schnecken, Muscheln und ihre Verwandten, vertritt. Zwischenzeitlich war das Museum auf fünf Ausstellungsräume gewachsen. Mit Unterstützung von Land und Gemeinde wurde dann die ehemalige Ruine des Lindenhofs im Ortskern von Cismar wieder aufgebaut und mit 1.000 Quadratmetern Nutzfläche für Ausstellungen und Verwaltung vor 25 Jahren ein leistungsfähiges Naturmuseum gestaltet. „Das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer ist weiterhin die tragende Säule für das Museum, das von Anfang an alle Bereiche der Museumsarbeit, also die Bewahrung von Kulturgut, die Forschung und die Pädagogik fachkundig betreibt“, so Dr. Vollrath Wiese. Zwei Klassenräume und die museumspädagogische Promotion des Museumsleiters stehen für die Bildungsarbeit, bei der die persönliche Wissensvermittlung im Rahmen von Aktionen und Führungen einen besonders großen Stellenwert einnimmt. Gruppen aus Kindergärten, Schulen und Jugendcamps werden genauso vielfältig betreut wie Studenten oder Seniorengruppen und auch den Einzelbesuchern steht so oft wie möglich ein Ansprechpartner zur Verfügung.
 
„750.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden in das Museum investiert, das mittlerweile rund 670.000 Besucher zählt. Es gab über 6.000 Führungen und 118 Sonderausstellungen bei uns“, blickte Dr. Vollrath Wiese beim Empfang zurück. Das Museum mit seinen 10 Millionen Muscheln und Schnecken ist deutschlandweit einmalig und will für die Zukunft bestens gerüstet sein. So ist laut Wiese ein barrierefreier Zugang ins Obergeschoss ebenso geplant wie die Online-Verfügbarkeit der Bibliotheks-Daten.
 
Kreispräsident Harald Werner wünschte dem Museum weiterhin gute Ideen und zahlreiche Besucher in dem offen geführten Haus. Bürgervorsteher Heinz Bäker lobte ebenfalls die menschliche Seite des Hauses und bezeichnete das Museum als kulturellen Begegnungsort und wichtigen Anlaufpunkt für Schulklassen. (ab/red)


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