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Computerspiel löst Polizeieinsatz aus

Polizeimeldung.

Polizeimeldung.

Süsel. Am Montag, dem 20. November hörten Anwohner in der Gemeinde Süsel einen gellenden Schrei einer Frau aus einem Nachbarhaus. Dadurch, dass auf Klingeln und Klopfen nicht reagiert wurde, kam die Feuerwehr zur Türöffnung. Schlussendlich stellte sich heraus, dass ein 21-Jähriger seinen Emotionen während eines Computerspiels freien Lauf gelassen hatte.

Gegen 21 Uhr hörten Anwohner aus einem Nachbarhaus einen gellenden Frauenschrei sowie eine laute männliche Stimme. Kurz darauf kam es zu einem durchdringenden Poltern. Die Zeugen klingelten und klopften an der Eingangstür, aber es wurde ihnen nicht geöffnet. Währenddessen nahmen sie Licht und eine menschliche Silhouette innerhalb des Hauses war. Als die zur Hilfe gerufenen Beamten des Polizeireviers Eutin eintrafen, war allerdings alles ruhig und dunkel. Auch auf das Klingeln und Klopfen der Polizisten wurde nicht reagiert. Die Zeugen waren sich dennoch sicher, dass die Personen weiterhin im Haus waren, da niemand das Gebäude verlassen hatte. Eine Einsichtnahme ins Innere des Hauses war von außen nicht möglich, da die Fenster durch Vorhänge oder Rollläden verdeckt waren. Die Beamten klopften noch mehrmals an die Tür und Fenster, leuchteten mit ihren Taschenlampen ins Haus und versuchten die bekannte Festnetznummer anzurufen. Allerdings erhielten sie keine Reaktion, sodass sie von einer Notlage ausgehen mussten und forderten folglich die Feuerwehr zur Türöffnung an. Kurz bevor die Feuerwehr damit beginnen wollte, sich Zutritt zum Haus zu verschaffen, erschien der Eigentümer des Hauses mit einem entsprechenden Schlüssel. Bei der Durchsuchung des Hauses konnte der 21-jährige Sohn des Hausbesitzers in einem abgedunkelten Zimmer angetroffen werden. Dieser saß mit einem Headset auf dem Kopf an einem Computer und hatte von allem nichts mitbekommen. Der überraschte Spieler konnte berichten, dass er während des Computerspiels zwischenzeitlich den Ton eingeschaltet hatte und dass seine eigenen Emotionen ab und zu mit ihm durchgegangen waren. Der Einsatz konnte so mit einem Schrecken, aber auch mit großer Erleichterung beendet werden. (red)


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