Marco Gruemmer

Das Küstengymnasium Neustadt wird saniert - Stadtverordnetenversammlung hat eine Entscheidung getroffen - Bekenntnis zum Standort Butzhorn  

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Das Küstengymnasium am Butzhorn 85. Für die Sanierung sind sechs Bauabschnitte, einschließlich Sporthallen, über die Dauer von sechs Jahren veranschlagt. Für den Planungsvorlauf ist von weiteren zwei Jahren auszugehen. Die Gesamtdauer könnte so bei acht Jahren liegen.

Das Küstengymnasium am Butzhorn 85. Für die Sanierung sind sechs Bauabschnitte, einschließlich Sporthallen, über die Dauer von sechs Jahren veranschlagt. Für den Planungsvorlauf ist von weiteren zwei Jahren auszugehen. Die Gesamtdauer könnte so bei acht Jahren liegen.

Neustadt. Die Begrifflichkeiten reichten von historisch bis denkwürdig. In der Tat war die Entscheidung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung, für eine Sanierung der Bestandsgebäude und Erweiterung durch Ergänzungsneubauten des Küstengymnasiums am jetzigen Standort zu stimmen, von enormer Bedeutung. Vor allem die finanziellen Auswirkungen werden für den städtischen Haushalt noch auf Jahre spürbar sein. Rund 26 Millionen Euro stehen als Investition im Raum.
 
Über einen langen Zeitraum wurden intensive, aber wie Bürgervorsteher Sönke Sela betonte, immer auch sachliche Diskussionen geführt. Die Stadtverordneten aller Fraktionen waren sich dabei ihrer Verantwortung bewusst, was sich auch in den Stellungnahmen der Fraktionsvorsitzenden zeigte.
 
„Es muss eine Lösung gefunden werden, die die Belange von Schülern, Lehrern, Eltern und den städtischen Finanzen in Einklang bringt“, erläuterte CDU-Sprecher Sebastian Schmidt, der jedoch auch auf einen dramatischen Anstieg der Verschuldung der Stadt hinwies und anmerkte, dass wenig Spielraum für andere Projekte bleibe. Selbst soziale Kürzungen wolle er nicht mehr kategorisch ausschließen. Ein tragendes Argument der Sanierung seien allerdings die Förderungsmöglichkeiten.
 
Gegen eine Sanierung sprach sich BGN-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Schumacher aus. Er sagte: „Wir können die Finanzlast nicht tragen und müssen auch an die Schüler von morgen denken.“ Während der Sanierungsphase sieht er zudem die Gefahr, dass die Qualität der Abschlüsse leiden könne.
 
Auch SPD-Frontfrau Margit Giszas warb persönlich für einen Neubau. „Was es schlussendlich kostet, ist heute noch gar nicht zu sagen“, meinte sie und verwies auf mögliche Fördertöpfe.
 
„Ich habe lange gedacht, dass ein energetischer Neubau die bessere Lösung ist. Aber: Ein Neubau muss auch finanzierbar sein. Deshalb haben wir in der letzten gemeinsamen Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses und des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten für die Prüfung einer privaten Finanzierung eines Neubaus gestimmt. Doch auch hier sind viele Fragen offen und insbesondere der Zeitfaktor spricht dagegen. Deshalb werde ich heute für eine Sanierung stimmen - wenngleich mit erheblichen Bauchschmerzen“, erklärte Grünen-Fraktionssprecher Dr. Michael Böckenhauer.
 
Einheitlich zeigte sich die FDP. „Wir stimmen für eine Sanierung“, sagte deren Sprecher Jan Gerthenrich.
 
Für die Sanierung mit Ergänzungsneubauten zu einer modernen, zukunftsfähigen Schule am Standort Butzhorn stimmten 23 Stadtvertreter, 14 für einen Neubau.
 
„Die Stadtverordneten haben mit dieser wegweisenden Entscheidung erneut gezeigt, welchen hohen Wert Kinder und Jugendliche, aber auch Bildung in Neustadt einnehmen. Unser Dank gilt den Stadtverordneten aller Fraktionen, den Mitarbeitern der Verwaltung, aber auch allen Lehrkräften, Eltern und Schülern, die den Prozess bis hierher mit Tatkraft, Ideen - und immer wieder Großzügigkeit und Geduld - begleitet haben“, freute sich Schulleiter Karsten Kilian, der vor allem den zielgerichteten Prozess und die stetige Einbindung der Schule lobte. (mg)


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