Alexander Baltz

Das neue Gedächtnis der Stadt - Alle reporter-Ausgaben wurden an das zeiTTor-Museum übergeben

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Neustadt. Rudolf Böckenhauer ist gebürtiger Neustädter und Lehrer am Leibniz-Gymnasium in Bad Schwartau für die Fächer Mathe und Physik. Und er hat ein Hobby, für das er sehr viel Platz benötigt: reporter-Ausgaben sammeln. Nicht einige, die er besonders spannend oder interessant fand. Nein, Rudolf Böckenhauer hat tatsächlich alle reporter gesammelt, die es jemals gab.
 
„Angefangen hat alles mit der ersten reporter-Ausgabe vom 18. Januar 1983. Da hatte meine Mutter die Idee, den reporter aufzubewahren. Das tat sie dann Woche für Woche“, erklärte Rudolf Böckenhauer, der diese Tradition seiner Mutter einfach fortgeführt hat.
 
Von 1983 bis 2018 ist so eine ganze Menge Papier zusammengekommen - darunter auch unzählige Ausgaben des Wochenspiegels ab 1978. Die Zeitdokumente lagerten alle trocken und im besten Zustand auf dem Dachboden - bis zum vergangenen Donnerstag. Rudolf Böckenhauer hatte gemeinsam mit seiner Frau Barbara die Idee, die wertvolle Sammlung dem zeiTTor-Museum zu übergeben und sie so gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Museumsleiter Dr. Frank Wilschewski war sofort begeistert von der Idee und versprach, die Sammlung fortzuführen.
Zum Übergabetermin kam Rudolf Böckenhauer mit dem Kombi. Tatsächlich passten zwar alle reporter-Ausgaben in den Kofferraum, das Auto lag allerdings gute 20 Zentimeter tiefer als normal. Zum Ausladen war körperliche Kraft gefragt und der Transport ins Museum nur mit Hilfe einer Sackkarre möglich.
 
Auch Bürgermeister Mirko Spieckermann wollte bei der Übergabe dabei sein, ebenso wie Norbert Kahl aus dem Vorstand des Fördervereins und Jürgen Weßlin, der gemeinsam mit Norbert Kahl als ehrenamtlicher Bibliotheks-Mitarbeiter tätig ist.
„Dieser Termin ist wirklich außergewöhnlich und spannend. Welcher Bürgermeister kann schon von sich behaupten, so etwas entgegengenommen zu haben?“, bedankte sich Mirko Spieckermann für die Spende.
 
Dr. Frank Wilschewski sprach sogar von einer historischen Quelle ersten Ranges: „Niemand denkt daran, dass auch der reporter eine historische Quelle ist! Die Ausgaben sind geschriebene Neustädter Zeitgeschichte, in 50 Jahren braucht man das alles. Diese Dokumente gehen ganz Neustadt an!“
Gelagert sind die reporter in der heimatkundlichen Bibliothek im 1. Obergeschoss des zeiTTor-Museums. Die reporter können natürlich nicht ausgeliehen werden, sind aber ebenso wie alle anderen Bücher öffentlich zugänglich. Wer also einen Blick in die Neustädter Zeitgeschichte werfen will, kann dies im Winter immer samstags von 14 bis 16 Uhr. Norbert Kahl und Jürgen Weßlin werden die reporter-Ausgaben von nun an behüten und waren sich einig: „Die Attraktivität der Bibliothek steigt.“ (ab)


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