Marco Gruemmer

Dirk von Zitzewitz nimmt bei der „Dakar“ Podium ins Visier

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Lima/Peru. Die „Sand-Busters“ eilen nach Peru: Giniel de Villiers und der Karlshofer Dirk von Zitzewitz stellen sich bei der Rallye Dakar 2019, die erstmals ausschließlich im drittgrößten Land Südamerikas ausgetragen wird, kniffligen Dünen und schwieriger Navigation. Die Mission: Mit dem überarbeiteten Toyota Hilux nimmt das südafrikanisch-norddeutsche Duo ein Podiumsresultat ins Visier.
 
Bei der Mutter aller Wüstenrallyes stehen für die Teilnehmer der Automobilwertung insgesamt zwar „nur“ 2.636 Kilometer gegen die Uhr an. Doch die volle Distanz wird im Sand – etwa in den weichen, fordernden Dünen von Acari und Ica – ausgetragen, in denen jeder Meter doppelt und dreifach Mensch und Material fordert. Nur zehn Etappen – je fünf vor und nach dem Ruhetag – umfasst das Programm der 2019er-„Dakar“ – mit Start am Dreikönigstag und Zieleinlauf am 17. Januar 2019 in Lima/Peru. An jenem 17. Januar exakt zehn Jahre zuvor hatten Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz ihren „Dakar“-Sieg gefeiert – den ersten nach dem Umzug des Mega-Events von Afrika nach Südamerika. 2019 erfindet sich die Rallye Dakar mit ihrer Route ausschließlich durch Peru einmal mehr neu – ohne jedoch ihren Charakter der härtesten Wüstenrallye der Welt aufzugeben.
 
„Das wird sicher keine leichte „Dakar“ und wir werden zehn Etappen lang hart arbeiten müssen. Dabei werden wir viel Sand in den Schuhen haben und auch jede Menge Staub schlucken. Wir erwarten aber auch eine weniger abwechslungsreiche Rallye als in den vergangenen Jahren – dennoch wird der Veranstalter A.S.O. keine Gelegenheit auslassen, Fahrer, Beifahrer und Material auf die Probe zu stellen. Wenn alles gut läuft, haben wir eine Chance auf den Sieg – die ist aber klein“, sagt Dirk von Zitzewitz vor der Rallye Dakar 2019.
 
Zwar wird die Rallye Dakar erstmals in ihrer Geschichte ausschließlich in einem einzigen Land ausgetragen, dazu „nur“ an zehn Wettbewerbstagen plus Ruhetag, doch ausgerechnet auf dem Terrain, dem vor einem Jahr sämtliche Top-Teams Tribut zollen mussten. Nicht nur die Fahrer, auch die Beifahrer werden in diesen einzigartigen Bedingungen auf das Äußerste gefordert: Bereits am zweiten Tag eröffnen die Teilnehmer der Automobilwertung beispielsweise die Route, an Tag acht wird ein Massenstart aller Kategorien die Etappe eröffnen. Eine von zwei sogenannten Marathon-Etappen wird die Fahrer und Beifahrer vor dem einzigen Ruhetag vor eine extragroße Herausforderung stellen – dann ist ein abendlicher Service nur durch die Teilnehmer selbst, nicht jedoch durch die Teams erlaubt.
 
Die Route führt die Teilnehmer von Perus Hauptstadt Lima in Richtung Pisco, San Juan de Marcona, Arequipa bis nach Tacna nahe der chilenisch-peruanischen Grenze. Zur Ruhe kommt die „Dakar“ für einen Tag in Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus. Für die zehn Etappen stehen drei unterschiedliche Gebiete mit viel weichem Sand als Terrain zur Verfügung – Kreuzen der Spuren von vergangenen Tagen inklusive. (red)
 
Die wichtigsten Neuerungen der Rallye Dakar 2019:
 
Halb-Marathon: Teilnehmer der Automobil-, Side-by-side- und Truck-Wertung, die in der ersten „Dakar“-Woche ausscheiden, dürfen ab 2019 in der zweiten Woche wieder teilnehmen – dann in einer anderen Klasse und stets nach den Top 25 der anderen Klassen startend.
 
Massenstarts: Etappe fünf und neun werden in Massenstarts gestartet.
 
Autos vor den Motorrädern: Am zweiten „Dakar“-Tag starten die Automobile vor den Motorrädern – üblicherweise ist es andersherum –, größere Herausforderung für die Navigatoren und Tagessieger der ersten Etappe inklusive.
 
Super-Ica: Auf Etappe acht werden die Teilnehmer aller Kategorien in einem Massenstart auf die Reise gehen – die Top Ten des Vortags in der Automobil- und Motorrad-Wertung sowie die besten Fünf der Lkw-Wertung.



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