Kristina Kolbe

Ein Dorf hält zusammen Mut und Hoffnung für das Bananenmuseum

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Sierksdorf. Das Jahr 2018 ist für die Familie Stellmacher gewiss kein Glücksjahr gewesen. Im April diesen Jahres verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit Karin Stellmacher, mit der Bernhard 54 Jahre verheiratet und viele Jahre in dem gemeinsamen Haus in Sierksdorf gelebt hatte. Kurz zuvor hatten zwei Rohrbrüche im Bananenmuseum viele Exponate zerstört. Es folgte die vorrübergehende Schließung des Museums. Ursprünglich sollte die Bananen-Ausstellung ab Januar 2019 wieder für alle zugänglich sein. Doch der nächste Schicksalsschlag machte einen Strich durch diese Rechnung.
 
In der Nacht vom 25. auf den 26. November wütete ein Großbrand auf dem Gelände des Bananenmuseums und richtete erheblichen Schaden an. (der reporter berichtete)
 
Das Wohnhaus auf dem Grundstück ist aktuell nicht mehr bewohnbar und auch das Museum blieb nicht unversehrt. Der Schaden geht in die Zehntausende. Eine Versicherung gibt es nicht. Das wertvollste „Ausstellungsstück“ hat die Katastrophe allerdings unversehrt überstanden: Bruno Banani, Stellmachers französische Bulldoge.
 
Für Bernd Stellmacher ist eines klar: „Es soll weitergehen. Das Museum wird wieder öffnen“. Diese Motivation rührt vor allem von der großen Anteilnahme, Hilfsbereitschaft und Solidarität her, die dem 77-Jährigen entgegengebracht wird.
 
Die Welle der Solidarität, die ihm entgegenschlage, sei überwältigend, so Stelli Banana. Die vorbehaltslose Unterstützung, die Stellmacher in ‚seinem Dorf’ aktuell erlebt, hilft durch die schwere Zeit. Schnell und unbürokratisch hat die Gemeindeverwaltung zunächst mit dem Nötigsten wie beispielsweise einem Bauzaun zur Absperrung der Brandstelle ausgeholfen. Bereits am nächsten Tag wurde ein Spendenkonto unter dem Motto ‚Rettet das Bananenmuseum’ eingerichtet. Sierksdorfer Bürger haben dazu bereits Handzettel verteilt und neben vielen warmen Worten auch Kleidung, Essen und erste Sofort-Spenden erbracht. Darüber hinaus gibt es schon Angebote für weitere Maßnahmen wie tatkräftiges Anpacken bei der Beseitigung des Bauschutts und der Reparatur des Hauses.
 
Stelli selbst ist überwältigt von der Unterstützung seiner Nachbarn und dem Zusammenhalt in Sierksdorf. Dennoch blickt er sorgenvoll auf das, was nun auf ihn zukommt. Zunächst muss die Elektrizität seines Hauses repariert und die vom Löschwasser betroffenen Räume trockengelegt werden. Darüber hinaus muss der Außenbereich rund um den Eingang des Museums komplett erneuert werden. Hier hat das Inferno am Schlimmsten gewütet und alles zerstört. Zudem muss ein Statiker alles auf Festigkeit überprüfen und die ausgebrannten und verrußten Räume wieder bewohnbar gemacht werden.
 
Wer Stelli Banana unterstützen möchte, kann dies mittels des Spendenkontos tun, das die Gemeinde Sierksdorf eingerichtet hat:
 
Empfänger: Tourismus-Service Sierksdorf
IBAN: DE 27 213 9000 80000 926922
Zweck: KA 1363 Rettet das Bananenmuseum
 
Darüber hinaus gibt es einen Spendenaufruf auf Facebook. Hier kann direkt - auch ohne Überweisung - gespendet werden. Als kleines Dankeschön wird jeder Spender namentlich auf einer großen Bananenskulptur erwähnt werden, die Stelli Banana persönlich für all seine Unterstützer anfertigen möchte.
 
Wer sich mit einer ‚Mut-Mach-Mail’ an Stelli Banana wenden möchte, kann diese an hoffnung@bananenmuseum.de richten. (red/ko)



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