Petra Remshardt

Feuer auf Recyclinghof

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Lensahn. Am Sonntagmorgen kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Feuer auf einem Recyclinghof in der Ottostraße in Lensahn. Etwa 7.000 Kubikmeter Grünschnitt gerieten in Brand und mussten in mühevoller Kleinstarbeit durch die Feuerwehr und mit Hilfe von Baggern gelöscht werden. Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden, da der Grünschnitthaufen laut Feuerwehr Ausmaße von etwa 30 mal 30 Meter hat. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Brandursache ist noch unklar, aber vieles deutet laut Feuerwehr auf eine Selbstentzündung hin.
Es kommen Erinnerungen hoch an den verheerenden Brand im August letzten Jahres. Als am Sonntagmorgen kurz nach 9 Uhr die Meldeempfänger der Feuerwehr Lensahn mit dem Stichwort „Starke Rauchentwicklung“ in der Ottostraße klingelten, kam bei manch einem die Erinnerungen wie vor einem Jahr wieder hervor. Damals brannte ein riesiger Berg mit Metallschrott lichterloh.
Dieses Mal brannte ein etwa 7.000 Kubikmeter großer Grünschnitthaufen. „Die Erkundung hatte ergeben, dass sich Glutnester mit offenen Flammen gebildet hatten“, sagt Einsatzleiter Hartmut Junge von der Feuerwehr. Anfangs konnten die Kräfte mit ihren Löschfahrzeugen nicht aufs Gelände, da das Tor verschlossen war. Mühsam musste ein Weg über einen Nebeneingang geschaffen werden. „Wir konnten das Gelände über ein Nebengebäude betreten, zur Erkundung vorgehen und schon einmal unser Equipment an Ort und Stelle bringen.“, erklärt Junge. Ein paar Minuten später schloss dann der Eigentümer das Tor auf. Mit Bagger und Radlader versuchten die Mitarbeiter vom Recyclinghof den Grünschnitt auseinander zu tragen, eine mühselige und zeitaufwendige Angelegenheit. Jedes einzelne Knäuel aus Ästen und Gestrüpp mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr ablöschen. Im Anschluss wurde es durch einen Radlader außer Reichweite gefahren, damit von dem Haufen keine Gefahr mehr ausging. „Wir werden hier noch etwa vier bis fünf Stunden im Einsatz sein“, schätzt Hartmut Junge. Die Wasserversorgung wurde durch ein Regenrückhaltebecken und das Hydrantennetz aufrecht gehalten.
Der Verkehr auf der Autobahn wurde per Radiodurchsagen vor der Rauchentwicklung gewarnt. Die Feuerwehr war mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. (red)


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