Ireen Nussbaum

Gemeinde Süsel nimmt Kurs auf neues Sportgelände mit fast 400.000 Euro für Platzsanierung

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Süsel. Die Trainingsbeleuchtung ist montiert, die Beregnungsanlagen installiert und die Drainage sowie eine Maulwurfsperre verlegt: Die Fertigstellung des Sportplatzes direkt hinter der Grundschule, befindet sich in den letzten Zügen.
 
Seit Frühjahr dieses Jahres stand der Gemeinde kein Sportplatz mehr zur Verfügung. Im März waren dann die Arbeiten angelaufen: 7.800 Quadratmeter Grasnarbe wurde inklusive fünf Zentimeter Oberboden abgetragen. Beim Abschieben habe sich laut Bürgermeister Adrianus Boonekamp der TSV Süsel eingebracht. Er ergänzte: „Darüber hinaus haben die Mitglieder gemeinsam mit Sportlern der Bujendorfer Spielvereinigung, die alte Flutlichtanlage, die jetzt das dortigen Sportgelände ausleuchtet, demontiert.“ Nachdem die Fläche geebnet und nochmals leicht gelockert worden war, stand die Aussaat des neuen Rasens als Abschluss der Arbeiten an. 150 Kilogramm robuste Sportrasensaatmischung wurden ausgebracht. Bis zum Frühsommer kommenden Jahres ist das Betreten des Sportplatzes verboten, da die Fläche noch ruhen muss. „Alle Ausführungen am Sportplatz sind nach Plan und ohne Schwierigkeiten verlaufen“, versicherte Diplom-Ingenieur und Landschaftsarchitekt Arne Siller, dessen Firma für das Projekt verantwortlich ist. „Dank einer vollautomatischen Bewässerungsanlage ist Süsel autark und kann das Feld selbstständig beregnen“, fügte er an.
 
Bis sich ein strapazierfähiger Grasteppich gebildet hat, darf die Fläche nicht bespielt werden. Der Spielbetrieb ist voraussichtlich für Herbst 2020 geplant. Ein dichter Rasen ist jedoch keine Selbstverständlichkeit und erfordert viel Pflege. Deshalb werde die Garten- und Landschaftsfirma Rumpf, die auch die Sportplatzaufarbeitung ausführte, für ein Jahr die Platzpflege übernehmen. Danach könne sich der Bürgermeister als eine innovative Lösung einen professionellen Mähroboter für die Rasenfläche vorstellen. Dazu müsse aber im Vorwege eine Kosten-Nutzen-Analyse aufgestellt werden.
 
Für die Frischekur des in die Jahre gekommenen Platzes wurden fast 400.000 Euro aufgewendet. Da die Gemeinde Süsel die Investition nicht hätte allein bewältigen können, ist sie über einen Zuschuss von über 236.000 Euro vom Land sowie 11.200 Euro vom Kreis Ostholstein erleichtert. Die Restsumme soll mit den bereitgestellten Haushaltsmitteln abgedeckt werden. (inu)


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