Alexander Baltz

Grömitz: Sozialwohnungen und Parkgebühren

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Die Gemeindevertretung tagte aus Platzgründen in der Strandhalle - der Sitzungssaal des Rathauses war beim letzten Mal völlig überfüllt.

Die Gemeindevertretung tagte aus Platzgründen in der Strandhalle - der Sitzungssaal des Rathauses war beim letzten Mal völlig überfüllt.

Grömitz. Die Verwaltung hat reagiert: Nachdem bei der Sitzung der Gemeindevertreter im Dezember der Sitzungssaal des Rathauses wegen des großen öffentlichen Interesses aus allen Nähten platzte, wich man am vergangenen Donnerstag in die Strandhalle aus. War es im Dezember die Einführung der Pflichtfeuerwehr, standen diesmal wieder der soziale Wohnungsbau und die Parkgebühren im Mittelpunkt des Interesses der Bürger.
 
Sozialwohnungen Oldenburger Straße/Mühlenstraße und Trift: Am 18. Dezember hatte die Gemeindevertretung mehrheitlich durch CDU und FDP beschlossen, die bereits im Bau befindlichen Sozialwohnungen an einen Investor zu verkaufen - mit der Auflage, die Wohnungen als Sozialwohnungen zu vermieten und weiteren Wohnraum zu schaffen (der reporter berichtete). Freie Wähler und SPD hatten den Verkauf vehement abgelehnt und versuchten noch einmal, die Entscheidung rückgängig zu machen, um als Gemeinde eigenständig und dauerhaft Wohnraum schaffen zu können, der bezahlbar bleibe. Ingo Wilhelm (FWV) mahnte ein Urteil des BGH an, wonach bei einem Verkauf die Zweckbindung (hier: Sozialwohnungen) zeitlich begrenzt sei.
 
CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Weber versuchte indes zu überzeugen, dass der Käufer die Wohnungen mit den Bedingungen des sozialen Wohnungsbaus übernehmen müsse und nur ein Investor in der Lage sei, weitere 59 Sozialwohnungen zu schaffen - die Gemeinde könne das nicht stemmen. Auch die FDP schloss sich diesen Ausführungen an - der Verkauf bleibt mehrheitlich beschlossen. Zwei mögliche Investoren stehen schon bereit (WHM-Grundstücksverwaltungs GmbH und Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossenschaft), mit denen nach Antrag der CDU der Bürgermeister nun ermächtigt wird, Verträge auszuhandeln.
 
Parkgebühren: Auf dem gesamten Großraumparkplatz an der Gildestraße wird vom 15. März bis zum 31. Oktober in der Nacht eine Parkgebühr eingeführt, um ein kostenfreies Dauerparken von Hotelgästen dort zu vermeiden (der reporter berichtete). Von 22.30 Uhr bis 8 Uhr sollen die Kosten dafür 1 Euro pro Stunde betragen. Tagsüber bleibt das Parken auf dem Großraumparkplatz weiterhin kostenfrei. Die Parkgebühren werden über Parkscheinautomaten ohne Schrankenanlage eingezogen - diese müssen allerdings erst noch aufgestellt werden. Auf umliegenden Parkplätzen soll die Tagesgebühr 6 Euro betragen und nachts von 22 bis 5 Uhr 50 Cent pro Stunde.
 
Dünenpark: Für den geplanten Dünenpark wird das „Grimm-Haus“ im Oktober abgerissen, weil an dieser Stelle ein neues DLRG-Gebäude entstehen soll. Die Freien Wähler hatten sich für einen Erhalt des Hauses und eine Integration in den Dünenpark ausgesprochen. Das neue DLRG-Gebäude soll mit 30 Zimmern insgesamt 60 Wachgängern eine Unterkunft ermöglichen.
 
Seebrücke: Die Attraktivierung der Seebrücke geht weiter. Nachdem der Holzbelag bereits im Frühjahr 2018 erneuert wurde, stehen nun ein Austausch des Geländers und eine Umrüstung der Beleuchtung auf LED an.
 
Bürgermeister Mark Burmeister gab zudem bekannt, dass für den Umbau des Kinderhauses keine Containerlösung infrage kommt, sondern eine Unterbringung der Kinder in der Grundschule vorgesehen ist. Der Umzug soll im Juni erfolgen, Baubeginn ist im Juli. Im April 2020 soll der Umbau bezogen werden. Außerdem sollen die Planungen für einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses beginnen. Alle Fraktionen waren sich einig, zeitnah einen Standort zu bestimmen und das Verfahren zügig anzustoßen. Die Fraktionen werden durch Vertreter konkret in die Planungen eingebunden. (ab)



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