Marco Gruemmer
| Allgemein

Hat das Schwimmbad eine Zukunft?- Badelandschaft im Dahmer StrandSpa sorgt für Diskussionen

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DWG-Fraktionssprecher Harald Behrens (lks.) und sein Parteikollege Joachim Tappmeyer, Fachbereichssprecher Infrastrukturpolitik und Bauplanung, haben Konzepte und Berichte zum Schwimmbad genauestens studiert.

DWG-Fraktionssprecher Harald Behrens (lks.) und sein Parteikollege Joachim Tappmeyer, Fachbereichssprecher Infrastrukturpolitik und Bauplanung, haben Konzepte und Berichte zum Schwimmbad genauestens studiert.

Dahme. Das Thema Schwimmbad im StrandSpa schlägt in der Gemeinde Dahme derzeit hohe Wellen. Nicht nur auf der partei-politischen Bühne sorgt es zwischen CDU und DWG für reichlich Zündstoff, auch in der Bevölkerung teilen sich die Meinungen hinsichtlich der entscheidenden Gretchenfrage: Weiterbetrieb ja oder nein!
 
Auf der einen Seite ein für die Öffentlichkeit einsehbares Optimierungskonzept der Altenburg Unternehmensberatung, auf der anderen Seite ein Bauzustandsbericht der Constrata Ingenieur-Gesellschaft mbH, der, auf Druck der DWG, seit Freitag letzter Woche nachzulesen ist (beides auf www.dahme.com).
 
Im Rahmen einer Bürgerversammlung wurde das Altenburg-Konzept, das deutlich, wie auch die CDU, für eine Pro-Hallenbadnutzung steht, unter anderem mit folgenden Zahlen vorgestellt: eine Sanierung des Schwimmbades würde rund 5 Millionen Euro kosten, eine Sanierung würde mit bis zu 70 Prozent vom Land gefördert, künftig könne man mit 50.000 Besuchern rechnen, bei den genannten Hypothesen gäbe es einen für die Gemeinde vermeintlich erträglichen Verlust von 620.000 Euro pro Jahr.
 
„Doch diese Darstellung entspricht nicht der Realität. Das Technikgutachten der Firma Constrata spricht eindeutig davon, dass die endgültigen Sanierungskosten noch gar nicht ermittelt werden können“, entgegnet DWG-Fraktionsvorsitzender Harald Behrens, auch die prognostizierte Förderung und die Besucherzahlen seien „aus der Luft gegriffen“.
 
Tatsächlich fordert Constrata in ihrem Gutachten weitere Expertisen, wozu unter anderem Sachverständige für Holzbau, betontechnologische Untersuchungen, für Schadstoffe in Gebäuden und Brandschutz zählen. „Erst auf der Grundlage dieser Untersuchungen und Bewertungen lässt sich eine belastbare Aussage zu den Sanierungskosten der Schwimmhalle des StrandSpas treffen“, heißt es wörtlich im Bauzustandsbericht von Constrata, der zudem in konstruktiver, energetischer, technischer und organisatorischer Hinsicht Handlungsbedarf sieht. Auch die Verwaltung in Grömitz regt in einer Stellungnahme an, „sich dringend, kurzfristig und eingehend mit den getroffenen Aussagen zu befassen, da es bei Vorlage aller Untersuchungen durchaus zu bislang nicht bezifferbaren weiteren Investitionskosten und damit einem Anstieg der prognostizierten Jahresverluste kommen könnte.“
 
Die Verantwortung für weitere Entscheidungen liegt nach wie vor bei Geschäftsführung (Bürgermeister Michael Olandt) und Aufsichtsrat. „Hier spielt die CDU auf Zeit“, meint Harald Behrens, der die Bereitschaft zur Kommunikation und das Miteinander vermisst.
 
Ein Antrag der DWG-Fraktion auf Dringlichkeitssitzung der Gemeindevertretung hinsichtlich der Beratung über den Bauzustandsbericht des StrandSpa wurde berücksichtig und ist Bestandteil der nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag, dem 17. April um 19.30 Uhr im Gemeindehaus. (mg)



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