Alexander Baltz

Hingucker war der „Holz Royce“ Ostsee Campingpartner feierte Herbstfest mit Schnäppchen und Exot auf Rädern

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Lensahn. Zwar ist der „Holz Royce“ wegen der Leichtbauweise aus alten Spanplatten nicht unbedingt Crashtest-tauglich, aber das war auch gar nicht die Absicht seiner Erbauer. Gordon Weiss und André Simon aus Neustadt haben die Idee für das Holzauto beim Biertrinken aus einer Laune heraus entwickelt und dann auch tatsächlich gebaut, um beim Werner-Rennen auf dem Flugplatz in Hartenholm Ende August/Anfang September dabei zu sein.
 
Damit folgten sie dem Aufruf vom Kieler Kneipenwirt „Holgi“, der Gegner suchte, die gegen ihn und seinen „Red Porsche“ auf einer Strecke von 200 Metern antreten. Den gewagten Einfall hatten die beiden allerdings erst acht Wochen vor dem Rennen, aber sie haben es tatsächlich geschafft, das Holzauto innerhalb dieser Zeitspanne herzustellen. Die Mühe hat sich mehr als gelohnt, denn Gordon und André haben mit ihrem Schätzchen aus Sperrholz sogar gegen „Holgi“ gewonnen.
 
Beim Herbstfest von Ostsee Campingpartner in Lensahn bekamen die beiden Autobauer kürzlich die Gelegenheit, ihr „Holz Royce“ der Öffentlichkeit zu präsentieren, natürlich mit dem Zusatz: Nicht käuflich zu erwerben“. Gleich am Eingang war das gute Stück platziert, per Überdachung geschützt vor Sonne und Regen. Neugierige Blicke waren also an dem gesamten Wochenende garantiert. Wer wollte, konnte bei den Jungs auch ein Los kaufen und ein original Rennfahrer-T-Shirt vom Werner-Rennen gewinnen. Und das alles für den guten Zweck, denn die Einnahmen aus dem Losverkauf kommen komplett dem Waldorfkindergarten in Lensahn zugute.
 
Und wie geht es jetzt mit dem „Holz Royce“ weiter? Darüber haben sich Gordon und André natürlich auch Gedanken gemacht. „Nun steht das nächste Modell aus Holz in der Planung. Der Sieg beim Werner-Rennen unterstützt uns, ein weiteres Modell zu bauen und neue Gegner zu suchen“, erklärten die Hobby-Autobauer stolz. Weil die Nachfrage nach dem „Holz Royce“ so groß ist, wird seine geplante Versteigerung auf das nächste Jahr verschoben. Erstmal müssen die vielen Anfragen abgearbeitet werden. Sogar eine Filmfirma hat schon angefragt und auch bei einem Musikvideo-Dreh soll das Auto zum Einsatz kommen. (ab)


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