Marco Gruemmer

Laufen für die Orang-Utans

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Andrea Hohlstein begleitet ihren Mann Michael Matern beim Training.

Andrea Hohlstein begleitet ihren Mann Michael Matern beim Training.

Kiel. Über sieben Monate Lauftraining liegen hinter Michael Matern. Seine persönliche Herausforderung: den New York-Marathon am 3. November durchzulaufen. Das übergeordnete Vorhaben: eine Wette. Das hehre Ziel: die Unterstützung der Arbeit der Borneo Orangutan Survival Foundation (B.O.S. Foundation).
 
Der Kieler quält sich für den guten Zweck. Es ist sein erster Marathon. Es geht Michael Matern nicht allein darum, den Blick der Öffentlichkeit auf die Not der bedrohten Tiere zu lenken. Dringend würden für die Rettungsstationen Spenden benötigt, etwa für eine Solaranlage für eine solide Stromverfügbarkeit, die bei Operationen und tiermedizinischer Versorgung von besonderer Bedeutung ist. Michael Matern hofft, durch seinen an die persönlichen Grenzen gehenden Einsatz neue Unterstützer des Projekts zu motivieren. Entweder aus persönlicher Überzeugung. Oder als spielerische „Gegner“ einer ausgeklügelten Wette, die mit dem „Finish“ oder vorzeitigem Ausscheiden Materns jongliert.
 
Je mehr Teilnehmer gegen Matern tippen, desto größer der „Jackpot“. Schafft Michael Metern den Lauf, ist dieser für B.O.S. bestimmt. Nach Angaben der Organisation Pro Wildlife sterben jährlich tausend Orang-Utans. Die friedlichen Menschenaffen, deren Genom zu 97 Prozent dem menschlichen gleich ist, verbrennen, werden gefangen und sogar als Haustiere verkauft. Hauptrund für das immense Leid der Tiere, die im und vom Regenwald leben, ist die Produktion von Palmöl. Zur Flächengewinnung für weitere Ölpalmenplantagen wird dieser zerstört. Palmöl ist in vielen Lebensmitteln wie Margarine, Schokolade und „fertigen“ Gerichten aller Art vom Keks bis zur Tütensoße enthalten.
 
Noch elf Wochen bis zum Start. 42,195 Kilometer gilt es durchzuhalten. „Es gab bislang nicht einen, der zu mir gesagt hat, Du schaffst das“, gibt Michael Matern unumwunden zu. Stattdessen würden ihm jede Menge Ratschläge verabreicht. „Meistens von Leuten, die selber gar nicht laufen.“ Davon unbeirrt setzt er sein Training fort. Alle zwei Tage sind „Pflicht“, erzählt er. Nicht nur auf der „Home-Runde“ an der Kieler Förde. Wenn er beruflich unterwegs ist, sucht sich Matern eine Strecke vor Ort aus. Kulinarisch setzt er auf vegetarische Kost. „Ende April schaffte ich gerade einmal sieben Kilometer“, erzählt Michael Matern, der seit Dezember 2018 trainiert. Mangels sportlicher Qualifikation als Läufer habe es für ihn nur den Weg über eine Agentur gegeben, um ein Ticket für die Teilnahme in New York erwerben zu können. Ehefrau Andrea Hohlstein begleitet ihren Mann und will ihn anfeuern.
 Inzwischen nimmt die „Challenge“ Fahrt auf. Wer auf Materns vorzeitiges Abbrechen tippt, kann jetzt gegen den Kieler wetten. „Einfach die vermutete Kilometerzahl angeben, bei der ich möglicherweise ausscheide“, erklärt Michael Matern (www.michaelmatern.expert/new-york-marathon/). Sollte dies am 3. November so eintreffen, werde wer richtig getippt hat, den „Jackpot“ gewinnen. „Bei zwei Gewinnern je die Hälfte, und so weiter...“ Hält Matern bis zum „Finish“ durch, erhält B.O.S. das Geld. Ebenso bei vorzeitigem Abbruch, ohne dass jemand auf den betreffenden Kilometerstand richtig getippt haben werde. Transparenz biete eine PDF-Datei, in der die Summe sowie die getippten Kilometerzahlen aufgelistet seien. Natürlich kann man auch unabhängig von der „Challenge“ spenden. Alle Spenden gehen auf das Konto: Commerzbank, IBAN: DE84 2004 1144 0452 4443 00, Verwendungszeck: Kilometerzahl. (red)


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