Ireen Nussbaum

Mehr „wir“ in der Gemeinde - Bürgermeister und Amtsvorsteher appellieren auf Neujahrsempfang an die Bürger

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Schönwalde. Erstmals auf kommunaler Ebene luden am vergangenen Wochenende Bürgermeister Winfried Saak und die Gemeindevertreter herzlich zum Neujahrsempfang in die „Klönstuv“ ein.
 
Das Gemeindeoberhaupt nutze die Gelegenheit, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und neue Ziele zu formulieren. So blickte er auf ein spannendes Wahljahr zurück. Als Neu-Bürgermeister habe Winfried Saak „schon Vieles auf den Weg gebracht“. Beispielsweise sei der Fahrradweg von Lensahn nach Schönwalde nun endgültig beschlossen (der reporter berichtete). Der Baubeginn sei fürs Frühjahr angedacht. Ebenfalls werde in diesem Jahr der erste Spatenstich für den geplanten Neubau eines Edeka-Marktes erfolgen. „Zuvor müssen jedoch noch Fragen wie Oberflächenentwässerung oder Zugänge geklärt werden“, so der Gemeindevorsteher. Darüber hinaus wurden im Bereich Sozialer Wohnungsbau laut Bürgermeister Winfried Saak bereits erste Gespräche mit der Kirche bezüglich Baugrund geführt: „Wenn nichts dazwischen kommt, wird die Kommune auch in diesem Bereich tätig werden.“
 
Ein weiterer Schwerpunkt sind anfallende Sanierungsarbeiten der Sportanlage. Diese sollen in 2019 angepackt werden, genauso wie die TÜV-Mängel auf den Spielplätzen. Ferner liegt dem Neu-Bürgermeister der Erhalt der Gastronomie auf dem Bungsberg sehr am Herzen, „deshalb sind wir bemüht, schnellstmöglich einen neuen Pächter für das Restaurant Waldschänke zu finden.“ Auch in Hinblick auf die Verkehrsberuhigung werden Maßnahmen wie beispielsweise Durchfahrtsbeschränkung, Bodenschwellen oder Geschwindigkeitsmessanlage zeitnah im Bauausschuss besprochen und beschlossen. „Das sind ehrgeizige Projekte für eine kleine Gemeinde, wie wir es sind“, zeigte sich Winfried Saak optimistisch gestimmt.
 
Doch es gab auch mahnende Worte des Gemeindeoberhauptes: „Bürgermeister und Gemeindevertreter haben viele Aufgaben zu erledigen, aber auch die Bürger müssen Verantwortung übernehmen und aktiv das Gemeindeleben gestalten.“ Amtsvorsteher Hans-Peter Zink unterstrich dieses: „Man muss Wünschbares dem Machbaren gegenüberstellen und sich nicht fragen, was die Gemeinde für dich, sondern was du für die Gemeinde tun kannst. Schließlich bilden wir alle die Kommune. Deshalb müssen die Bürger wieder lernen Eigenverantwortung zu übernehmen, so wie bei der großartigen Unterstützung im Rahmen der die Flüchtlingshilfe. Sie müssen Kraft entwickeln, Toleranz und Bereitschaft. Eigenschaften, die die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schönwalde vergleichsweise 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich leben. Zu über 60 Einsätzen rückte die Wehr im vergangenen Jahr aus. Und es scheint noch immer vielen Bürgern als selbstverständlich, dass die Kameraden auf die Straße gefallene Bäume beseitigen, dass sie Brände löschen sowie bei Überschwemmungen und Verkehrsunfällen helfen. Doch Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Ohne dieses würde es beispielsweise auch keine Hilfsorganisationen wie die Feuerwehr geben. Die Gemeinden schaffen zwar grundlegende Voraussetzungen wie Räumlichkeiten, doch die Freiwilligenarbeit lebt nur von der aktiven Teilnahme“, so der Amtsvorsteher. (inu)


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