Ireen Nussbaum

Menschen zu gutem Sehen verhelfen -Das Berufsbild Augenoptiker verlangt Kundenkompetenz und fachliches Know-How

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Eine neue Brille lässt man am besten fachgerecht beim Optiker anpassen. Denn eine Brille ist nicht nur Sehhilfe, sondern muss auch mit dem eigenen Typ harmonieren und gut sitzen. Foto: djd/ZVA/Skamper.

Eine neue Brille lässt man am besten fachgerecht beim Optiker anpassen. Denn eine Brille ist nicht nur Sehhilfe, sondern muss auch mit dem eigenen Typ harmonieren und gut sitzen. Foto: djd/ZVA/Skamper.

Endlich unabhängig sein, endlich sein eigenes Geld verdienen. Mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche streben alljährlich Hunderttausende junge Menschen einen Ausbildungsplatz an. Ein wichtiger Aspekt bei der Berufswahl ist für viele Azubis der Umgang mit Menschen. Denn gerade in der digitalisierten Welt kommt dem zwischenmenschlichen Austausch eine besondere Bedeutung zu.
 
Die Ausbildung zum Augenoptiker umfasst viele Facetten
 
Wer anderen Menschen gerne beratend zur Seite steht, wird am Beruf des Augenoptikers viel Freude haben. Seit Jahren steigende Ausbildungszahlen belegen, dass es sich um einen attraktiven Beruf handelt, der überdies zahlreiche Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung bietet. Vor allem im Umgang mit den Kunden ist Einfühlungsvermögen gefragt, denn eine Brille ist nicht nur Sehhilfe, sondern muss auch optisch zum Typ passen. Aber auch technisches Verständnis und Computerkenntnisse sind von Nöten, denn das Ermitteln der optimalen Korrektionsgläser, deren handwerkliche Verarbeitung und die Anpassung der Brille erfolgen mithilfe moderner Messinstrumente und Hightech-Geräte. In diesen Bereichen hat in den letzten Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten, wodurch sich der handwerklich geprägte Beruf zu einem vielfältigen Tätigkeitsfeld erweitert hat. So kann etwa das komplette Auge mittels Wellenfronttechnologie und anderer Verfahren innerhalb weniger Sekunden vermessen werden. Die Einordnung und Weiterverwendung der erzeugten Daten erfordert allerdings eine solide fachliche Ausbildung.
 
Und nach der Gesellenprüfung?
 
Schulabgänger mit mittlerer Reife, Fachhochschulreife oder Abitur haben gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Ausbildung zum Gesellen, die drei Jahre dauert und überwiegend in Augenoptikfachgeschäften stattfindet. Nach der Gesellenprüfung bieten sich für die Absolventen je nach Schulabschluss verschiedene Fortbildungen oder ein Studium an, beispielsweise zum Augenoptikermeister oder Bachelor of Science Augenoptik und Optometrie. Darüber hinaus kann man sich für die Themengebiete Kontaktlinsen, Sportoptik oder vergrößernde Sehhilfen spezialisieren. Neben der „klassischen“ Arbeit im Ladengeschäft stehen auch Tätigkeitsfelder in Forschung, Lehre oder Produktentwicklung zur Auswahl. Viele Betriebe stehen darüber hinaus in Zukunft zur Übernahme an - eine gute Chance für alle, die selbstständige Unternehmer werden möchten. (djd)



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