Petra Remshardt

Museums-Magazin gesichert

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Förderverein sagte weiterhin Unterstützung zu














Neustadt. Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Museum-Fördervereins konnte Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider berichten, dass sich die Suche nach einem neuen Magazin für die Museumsartefakte auf der Zielgeraden befinde. In diesen Tagen würden die Verträge mit der Ameos-Klinik geprüft und ab dem 1. April 2018 können die Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Der Förderverein tritt seit Jahren für die Verlegung des Magazins ein, das sich derzeit noch im Horchturm in Pelzerhaken befindet. Dort entsprechen die klimatischen Bedingungen bei Weitem nicht den notwendigen Ansprüchen. Die Folge wären dauerhafte Schäden an den gelagerten Gegenständen. Vereinsvorsitzender Ernst-August Petsch wies darauf hin, dass der Förderverein die nun dauerhafte Verlegung des Archivs in klimatisierte Räume finanziell unterstützen werde. Für eine zunächst angedachte Übergangslösung hätte es diese nicht gegeben. Mit den neuen Räumen erfüllt das Museum eine Bedingung des Kultusministeriums, um die Zertifizierung weiterhin erhalten zu können.
Schon seit 2012 bemüht sich der Verein um neue Räume für das Magazin. Dabei war auch angedacht, den Horchturm in Pelzerhaken entsprechend umbauen zu lassen. Diesem Ansinnen widersprach jedoch die Landesdenkmalbehörde. Die Museumsartefakte lagern seit dem Umbau 2006 im Horchturm. Weil dort keine funktionierende Heizungsanlage installiert ist, leiden diese unter den wechselnden Temperaturen sehr. Der Horchturm ist als Gesamtbauwerk geschützt. Dazu gehören auch die restlichen noch vorhandenen Dieselmotoren, die jedoch aus Platzgründen hätten entfernt werden müssen.
Dr. Tordis Batscheider lobte die erfolgreiche Arbeit des Vereins. Über ein weiteres Projekt konnte Vorstandsmitglied Norbert Kahl berichten. Ab dem 5. April ist die heimatkundliche Bibliothek jeweils donnerstags am Nachmittag geöffnet. In dieser Präsenz-Bibliothek sind jetzt alle Bücher des Museums inklusive des Nachlassen Koch untergebracht. Drei Ehrenamtler werden sich abwechselnd bei der Aufsicht abwechseln. Der Förderverein unterstützte die Einrichtung der Bibliothek durch persönlichen Einsatz, wie auch der Anschaffung von zusätzlichen Möbeln.
Ein erheblicher Forstschritt konnte bei der digitalen Inventarisierung des Museums erzielt werden. Das zeiTTor ist landesweit führend in dieser Projektarbeit, die durch Gerrit Gätjens auch für das Museum in Schönwalde ausgeführt wird. Auch für diese Inventarisierung ist es notwendig, ein überschaubares Magazin zu besitzen. Die Inventarisierung wird auch durch den Tourismusservice Neustadt-Pelzerhaken-Rettin unterstützt. Ernst-August Petsch dankte Tourismusleiterin Vera Heß für ihr Engagement.
Obwohl im abgelaufenen Jahr weniger Schülergruppen das Angebot des Mitmachmuseums in Anspruch nahmen und das Museum auch zeitweise wegen Umbaus geschlossen war, haben sich die Besucherzahlen nur geringfügig verändert. Dr. Frank Wilschewski wusste als Museumsleiter zu berichten, dass sich die ungünstigen Wetterverhältnisse positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkten. Erfreut zeigte sich Dr. Frank Wilschewski über die Anschaffung eines Rollstuhles und Rollators durch den Förderverein. Damit ist das Museum noch behindertengerechter als zuvor. Ulrike Gollan-Lambek, Thomas Schwarz und Hans-Jürgen Weßlin veranstalteten erneut eine Fotoausstellung. Eine Ausstellung über 8 Jahrhunderte Bürgerengagement in Neustadt wurde von Eckert Groth und Uwe Muchow durchgeführt.
Mit insgesamt 140.000 Euro konnte der Förderverein seit seiner Gründung 2006 das Museum unterstützen. Kassenwart Stephan Frahm konnte auch berichten, dass die Fielmann AG in 2017 mit einer großen Summe die Restaurierung der Gildefahne förderte. Der Riesen-Adventskalender erfuhr weiterhin einen enormen Zuspruch zahlreicher Spender aus der Stadt.
Den Abend schloss Karl-Heinz Meyer mit einem Vortrag über die Entstehung der Ostsee ab. Übersichtlich und dennoch detailliert ließ er die vergangenen 15.000 Jahre vorüberziehen. Die Veränderungen unserer Landschaft nach der letzten Eiszeit bildeten die heutige Ostsee. Die Landhebungen und Überschwemmungen als Folge des Abschmelzen der Eismassen wirkten sich in den Jahrtausenden unterschiedlich aus. Bis zu dreihundert Meter hat sich Skandinavien erhoben. Noch heute sind diese Landhebungen in Finnland messbar, wenn auch nur mit 0,9 Millimeter pro Jahr.
Die nächsten Vortrags-Termine des Fördervereins, im zeiTTor-Museum:
14. März: Propst Süssenbach „Reformation im Norden - Erfahrungen aus den Veranstaltungen zur 500-Jahr-Freier“
14. November: Mirjam Briel berichtet über die Ausgrabungen an der neuen Bahntrasse.
23. Januar 2019: Dr. Lüth berichtet zum 30-jährigen Krieg, der vor 400 Jahren begann und auch in unserer Region Spuren hinterlassen hat.
Frühjahr 2019: Norbert Kahl trägt vor zur Nachkriegszeit in unserer Stadt. (red)


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