Petra Remshardt

Seenotretter bauen auf das Ostseebad Grömitz

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Stellten den Plan für den Neubau vor: Finanzchef Lars Widder, Tourismuschefin Janina Kononov und Marco Behns, Leiter Rettungsdienst der DGzRS (v. lks.).

Stellten den Plan für den Neubau vor: Finanzchef Lars Widder, Tourismuschefin Janina Kononov und Marco Behns, Leiter Rettungsdienst der DGzRS (v. lks.).

Grömitz. Die mehr als 100 Jahre währende Partnerschaft des Ostseebades Grömitz und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird mit einem neuen gemeinsamen Gebäude im Yachthafen gefestigt. Dieser Tage sollen die Bauarbeiten moderner Sanitäreinrichtungen des Ostseebades für Liegeplatzinhaber und Gäste des Grömitzer Hafens beginnen. Etwa ein Drittel des Komplexes steht den Seenotrettern zur Verfügung, um Stationsräume für den seit 2011 in Grömitz stationierten Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ zu schaffen.
 
Der Yachthafen des Ostseebades Grömitz feierte 2017 sein 50. Jubiläum, während die Grömitzer Seenotretter bereits seit mehr als 100 Jahren rund um die Uhr und bei jedem Wetter für Sicherheit auf See in der Lübecker Bucht sorgen. Die strategisch besonders günstige Lage mit einem einmaligen Liegeplatz, direkt an der Hafeneinfahrt, macht die DGzRS-Station Grömitz wichtig für das gesamte Revier von Dahme bis Pelzerhaken. „Die Besatzung der ‘Hans Hackmack‘ ist Jahr für Jahr von Grömitz aus zu mehr als 200 Einsatz- und Kontrollfahrten unterwegs“, erläuterte Marco Behns, Leiter des Rettungsdienstes bei den Seenotrettern, die Bedeutung der Station Grömitz.
 
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird etwa ein Drittel des künftigen gemeinsamen Gebäudes für den Seenotrettungsdienst nutzen. Gegenüber ihrem 1983 errichteten bisherigen Stationsgebäude, das sich in einem desolaten Zustand befand und jetzt dem Neubau weicht, erweitern sich die Möglichkeiten erheblich. Neben einem großen Lager wird es erstmals eine Werkstatt geben, in der die Seenotretter kleinere Reparaturen an Schiff und Ausrüstung künftig vor Ort erledigen können. Zudem ist ein Multifunktionsraum mit Bürotrakt vorgesehen, in dem die Besatzungen auch aus- und fortgebildet werden können.
 
Der überwiegende Teil des Gebäudes, das vom Architekturbüro Rissmann & Spieß entworfen wurde, wird den Liegeplatzhinhabern und Gästen des Ostseebades zur Verfügung stehen. Neben den geräumigen Duschräumen und WCs im Obergeschoss werden im Erdgeschoss ein Familienbad und ein barrierefreies Bad geschaffen. Ein Wäscheraum, eine Spülküche und öffentliche WCs im vorderen Bereich des Gebäudes runden das bereits bestehende Angebot im Yachthafen ab. Zusätzlich wird es im Erdgeschoss eine neue Büroeinheit für einen Yachthafenversorger geben. „Wir freuen uns, unseren Liegeplatzinhabern und Gästen eine so moderne Anlage anbieten zu können. Die Konkurrenz an der Ostseeküste schläft nicht, und wir als Betreiber des Yachthafens wollen gern mit den Besten mithalten“, sagt die Betriebsleiterin des Tourismus-Services Janina Kononov.
 
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für den Sommer 2019 und pünktlich zur neuen Wassersportsaison geplant. Lars Widder, Betriebsleiter des Tourismus-Services, erklärt zur Planung: „Die Arbeiten wollen wir so schnell wie möglich abschließen, um möglichst keine Einschränkungen zu haben. Im selben Zuge werden wir zwei Stege (6 und 12) im Yachthafen erneuern. Damit haben wir dann voraussichtlich im Mai 2019 nicht nur ein neues Gebäude im Hafen, sondern auch eine rundum erneuerte Steganlage“. Der Tourismus-Service investierte in den vergangenen zwei Jahren rund zwei Millionen Euro in die Sanierung der abgängigen Holzstege. (red/mg)



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