Marco Gruemmer

„Sie sind anderen ein Vorbild“ - Ehrennadel des Kreises für sechs Ehrenamtler

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Cismar. Kreispräsident Harald Werner brachte es auf den Punkt, indem er sagte: „Sie sind anderen ein Vorbild. Sie machen Ostholstein lebenswert und bauen mit am Fundament, auf dem wir alle stehen.“ Im feierlichen Ambiente des Klosters Cismar wurden sechs ehrenamtlich tätige Ostholsteiner für ihre besonderen Verdienste von Kreispräsident Harald Werner und Landrat Reinhard Sager mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet. Mit dieser Form der Würdigung möchte der Kreis die Anerkennung und Wertschätzung des Ehrenamtes noch einmal deutlich unterstreichen.
 
Die Ehrennadel des Kreises Ostholstein erhielten in diesem Jahr Hartmut Dahlmann aus Lensahn, Anne und Fritz Vehres aus Süsel, Heidemarie Juhl-Damberg aus Techau, Sven Schönke aus Eutin sowie Kristina Knorr aus Heiligenhafen. Für die musikalische Begleitung während der Feierstunde sorgten Michael Mull und Falk Stankus von der Kreismusikschule Ostholstein. Nach der Begrüßung durch Kreispräsident Harald Werner, hielt Georg Gorrissen, Präsident des DRK Landesverbandes Schleswig-Holstein, die Ansprache.
 
Die Zahl ist unglaublich. 4,6 Milliarden Stunden ehrenamtliche Arbeit werden pro Jahr in Deutschland geleistet. Jeder dritte Bürger ist in Sportvereinen, Kirchen, Schulen oder Wohlfahrtsverbänden engagiert. „Die ehrenamtlich aktiven Bürger sind Rückhalt und Stütze einer starken Gesellschaft. Für sie sind der gesellschaftliche Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung Herzensangelegenheiten. Das zeigt sich auch in der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen. Menschen, die freiwillig ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft in die ehrenamtliche Tätigkeit investieren, gebührt Lob, Dank und Anerkennung. Ohne diese Leistung wäre Deutschland um ein vielfaches ärmer“, erläuterte Georg Gorrissen.
 
Mit der Ehrennadel des Kreises Ostholstein wurden aus dem Leserkreis des reporters Neustadt ausgezeichnet:
 
Hartmut Dahlmann ist von 1984 bis 1986 sowie von 1990 bis heute als ehrenamtlicher Mitarbeiter für die Opferschutz-Organisation Weisser Ring aktiv. Während dieser Zeit hat er rund 350 Kriminalitätsopfer beraten und betreut. Er hat diesen Menschen in ihrer seelischen und auch finanziellen Not geholfen. Dabei hat Hartmut Dahlmann mehrere 1.000 Stunden Opferarbeit geleistet und dazu den gesamten Kreis Ostholstein mit seinem Auto bereist. Bei dieser Mitarbeitertätigkeit handelt es sich um ein reines Ehrenamt. Das heißt, eine Aufwandsentschädigung wird von der Opferschutz-Organisation nicht gezahlt.
 
Auch als Gemeindevertreter hat Hartmut Dahlmann sich von 1986 bis 2003 ehrenamtlich engagiert. Zudem unterstützt Hartmut Dahlmann seit 2003 bis heute den Triple-Ultra-Triathlon in Lensahn. Hier leistet er den Shuttle-Service für die anreisenden Sportler von den umliegenden Flughäfen und Bahnhöfen. Zudem stellt er private Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung. Es sei auch noch erwähnt, dass Hartmut Dahlmann seit 2011 als 2. Vorsitzender sowie seit 2013 zusätzlich als Schriftführer im Siedlerbund Lensahn ehrenamtlich tätig ist.
 
Anne und Fritz Vehres wirken seit 1980 im Theaterverein Süsel – damals noch „De Fidelen Süseler“ - mit. Unter ihrer beider Federführung erfolgten der Erwerb und die umfangreiche Planung für den Um- und Ausbau einer alten Scheune zur heutigen „Kulturscheune Süsel“, die 1988 eröffnet wurde.
 
Anne Vehres ist seit über 35 Jahren ehrenamtliche Geschäftsführerin des Vereins. Sie ist zuständig für die Organisation der rund 70 Veranstaltungen im Jahr. Anne Vehres führt Regie bei den Theaterstücken, spielte aber auch unzählige Male selbst mit. Sie kümmert sich um den Einsatz der Techniker, der Kartenverkaufskraft, der Mitglieder am Tresen und an der Garderobe, ohne deren Engagement es nicht geht.
 
Fritz Vehres ist seit fast 40 Jahren aktiver Theaterspieler. Von 1984 bis 2015 war er der 1. Vorsitzende des Vereins. Fritz Vehres ist der „Baumeister an der Kulturscheune“, er kümmert sich um alle technisch-organisatorischen Belange. Nach der Grenzöffnung trug er dazu bei, dass die Plattdeutsche Bühne aus Wismar hier auftrat und die Süseler dort ihre regelmäßigen Gastspiele gaben. Fitz Vehres öffnete die Kulturscheune für Sitzungen der Gemeindevertretung, für Ausstellungen, Musikdarbietungen und Theater von auswärts. Engagiert gestaltet das Ehepaar Vehres die an der Laurentius-Kirche durchgeführten plattdeutschen Gottesdienste mit. Ihr Motto lautet: „Die niederdeutsche Sprache muss erhalten bleiben und gepflegt werden.“ (red/mg)



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