Alexander Baltz

„Sternen-Bilder: Astronomie trifft Kunst“ - Das Weltall in der Stadtbücherei erleben

Bilder

Neustadt. Sterne für alle - dieser Aufdruck auf seinem T-Shirt ist für Peter Weinreich Programm - nicht nur in seiner Sternwarte in Pelzerhaken. Mit großer Leidenschaft widmet sich der Diplom-Physiker und Astro-Fotograf den Sternen, Planeten und Galaxien im Weltraum, in dem er faszinierende Fotos von ihnen macht und zugleich der Öffentlichkeit präsentiert. Unlängst konnte der Neustädter mit seiner Ausstellung „Leben und Sterben der Sterne“ im zeiTTor-Museum unzählige Besucher mit seinen Aufnahmen überzeugen und begeistern (der reporter berichtete).
 
Die Lübecker Künstlerin Barbara Engel hat eine ähnlich große Leidenschaft für den Weltraum entwickelt - allerdings nicht auf wissenschaftlicher, sondern auf künstlerischer Ebene: „Ich habe keinen astronomischen Anspruch. Sterne sind für mich die Möglichkeit zur Abstraktion. In meinen Bildern habe ich Kleckse zu leuchtenden Sternen machen wollen.“ Und das ist ihr gelungen. Von Weitem betrachtet könnten ihre Bilder auf Leinwänden auch Fotografien sein - eine Unterscheidung zur Realität ist kaum möglich.
 
Die gemeinsame Ausstellung von Peter Weinreich und Barbara Engel in der Stadtbücherei Neustadt ist am vergangenen Sonntag eröffnet worden. Hier trifft Astronomie auf Kunst, Physik auf Fantasie, Fotograf auf Malerin. Zur Vernissage tummelten sich bereits vor dem offiziellen Termin viele Besucher, unter ihnen auch Bürgervorsteher Sönke Sela und Bürgermeister Mirko Spieckermann. „Für mich ist es eine Herausforderung, mit einem Physiker zusammen auszustellen“, betonte Barbara Engel im Gespräch mit dem reporter. „Ich male eigentlich figurativ, also Menschen, daher sind Sternenbilder für mich eine ganz neue Herangehensweise. Dennoch - eine gewisse Ähnlichkeit zu den Fotos ist da.“
 
Für Peter Weinreich ist die Ausstellung mit der Künstlerin ebenfalls eine große Freude: „Der Weg über die Kunst ist auch für mich eine weitere gute Möglichkeit, die Sterne vielen Menschen nahezubringen. Ich vergleiche das immer damit, wenn man in die Wolken guckt. Während der eine einen Elefanten sieht, deutet es ein anderer als Krokodil. Und das ist bei den Sternen nicht anders. Man kann in Fotos und Malereien gleichviel hineininterpretieren. Ich erlebe es oft, dass Gäste zu mir kommen und die Bilder der Sternwarte völlig unterschiedlich deuten. Jeder sieht etwas anderes. Der eine sieht einen Alien, der andere ein Kamel. So ist es auch mit den Bildern von Barbara. Da erkennt jeder etwas drin“, verdeutlichte Peter Weinreich. Barbara Engel dazu noch einmal treffend: „Sterne bringen den Himmel ganz nah, doch was sie uns zeigen, ist unendlich weit und unerreichbar.“ (ab)
 
Die Ausstellung ist noch bis zum 27. April zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Montag bis Donnerstag: 9.30 bis 12 und 14 bis 17.30 Uhr, Freitag: 9.30 bis 12 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, Samstag 9.30 bis 12.30 Uhr.



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