Petra Remshardt

Sunshine Tour in Oliva Nova

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Dietrich Burmeister auf Charly Brown.

Dietrich Burmeister auf Charly Brown.

Foto: Maria Conde

Spanien. Die Corona-Situation hat den Reit- und Turniersport im Land, in eine schwierige Situation und fast zum Erliegen gebracht. Pferdebesitzer, Züchter und Vereine stöhnen unter der Last der Auflagen und Einschränkungen, der Reitbetrieb musste weitgehend eingestellt, unzählige Turniere abgesagt werden. Dies gilt natürlich nicht für Kader- und Berufsreiter sowie deren Angestellte, für die auch weiterhin der Turniersport möglich ist. Dass man aber auch als Amateur weiter in das aktuelle Turniergeschehen eingreifen kann, zeigt Burmeister, der im Februar an der MET in Oliva Nova (Spanien) teilgenommen hat.
Der ambitionierte Amateurreiter, war auch in diesem Jahr mit seinem derzeitigen Erfolgspferd Charly-Brown am Start, um Prüfungen bis zu 1,40 Meter zu bestreiten. Der Silberschweif, von Cardenio aus einer Caletto I Mutter, ist von ihm selbst gezogen und ausgebildet und heute das erfolgreichste Sportpferd im Stall.
Wo ein Wille - da ein Weg
Vor der MET Pferd und Reiter auf den Punkt in Topform zu bringen, ist immer wieder eine Herausforderung. In diesem Jahr wurde dies durch die Corona-Situation um ein Vielfaches erschwert. Denn zu den Vorbereitungen gehören natürlich auch entsprechende Trainingsturniere, die in Schleswig-Holstein für Amateure, nicht angeboten wurden. Hier war guter Rat teuer. Die Lösung bot der Montagsclub der trotz Corona Lockdown keine Unterschiede zwischen Berufsreitern und Amateuren macht. Diese Turniere konnte Burmeister in Luhmühlen und Verden zur Vorbereitung nutzen. Ohne diese Möglichkeiten wäre eine Teilnahme an der MET überhaupt nicht sinnvoll gewesen. Burmeisters besonderer Dank gilt daher an dieser Stelle Karl-Heinz Klasen und dem Montagsclub und natürlich Karsten Huck, der nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch während der gesamten Sunshine Tour beratend zur Seite stand.
Wöchentlich wechselnde Corona Vorschriften, in Bund- und Ländern, in Frankreich und Spanien machten eine vorausschauende und verlässliche Reiseplanung fast unmöglich und so stand das Vorhaben bis zuletzt auf der Kippe. Dank der Unterstützung durch das DOKR konnten aber auch hier alle Klippen umschifft und eine sichere Anreise absolviert werden.
Burmeister hat sich nicht gescheut, diesen steinigen Weg zu gehen. Sein Einsatz wurde mit zwei internationalen Platzierungen und einem stabilen Leistungsniveau in 1,40 Meter Prüfungen belohnt. Bei frühsommerlichen 16 bis 24 Grad waren die Sportbedingungen bei der MET optimal. Das internationale Starterfeld war stark besetzt und insbesondere Franzosen und Spanier haben in den Prüfungen dominiert.
Gleiches Recht für alle
„Man muss den Mut haben es zu tun und nicht die Hände in den Schoss legen. Nur zu sagen, wir haben Corona und nichts geht mehr. So kommen wir nicht weiter. Wir brauchen im Reitsport auch eine Perspektive für Amateure.“
Und als wäre die Corona-Lage nicht schon Herausforderung genug, da kommt während des laufenden Turniers vom 100 Kilometer entfernten CES in Valencia die Meldung über den Ausbruch des Herpes Virus. Der Veranstalter in Oliva Nova reagierte umsichtig und ergriff erforderliche Maßnahmen. Zum Glück waren keine Pferde der MET betroffen und die Veranstaltung konnte wie geplant durchgeführt und die Heimreise angetreten werden. Für Burmeister mit guten sportlichen Erfolgen in zahlreichen 1,40 Springen und einer sportlich sinnvoll genutzten Zeit, in der im Heimatland der Turniersport für Amateure immer noch brach liegt. (red)


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