Marco Gruemmer

„Wettertechnisch ein Traumjahr“ - Zahlen und Fakten beim Herbstgespräch des Dehoga Kellenhusen

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Kellenhusen. Nimmt man die Gäste- und Übernachtungszahlen für den Zeitraum von April bis August, hat das Ostseebad Kellenhusen einen enormen Zuwachs zu verzeichnen. „Es herrscht in allen Branchen durchgehende Zufriedenheit“, fasste Markus Schnoor als 1. Vorsitzender des Dehoga Kellenhusen die vorläufige Saisonbilanz zusammen. Mit einem Plus von 4,9 Prozent bei den Übernachtungen mit Kindern (433.000 zu 413.000 in 2017) und 40.000 Euro Mehreinnahmen bei der Kurabgabe sowie einer höheren Anzahl von Tagesgästen beurteilte auch Touristleiter Thorsten Brandt den bisherigen Saisonverlauf als äußerst positiv. „Dabei haben wir natürlich wettertechnisch ein Traumjahr erwischt“, ergänzte Markus Schnoor, der zudem mitteilte, dass auch die Vor-Reservierungen für 2019 bereits gut anlaufen würden.
 
Allerdings, so merkte Markus Schnoor an, habe eine starke Saison auch Kehrseiten. Er verwies in diesem Zusammenhang auf Personal, Arbeits- und Öffnungszeiten. Insgesamt habe sich die Gastronomie-Struktur in Kellenhusen ein Stück weit verändert. „Uns fehlen rund 200 Restaurant-Plätze“, sagte Markus Schnoor. Zum Thema Öffnungszeiten sagte Thorsten Brandt: „Wenn auf dem Seebrückenvorplatz, dem Kern des Ortes, die Gastronomie geschlossen ist, ist das ein Hindernis.“ Außerdem regte er an, Öffnungszeiten im Winterhalbjahr möglichst nicht ständig zu verändern.
 
Der Touristikleiter nutzte die Herbstversammlung jedoch auch dazu, aus dem Bereich des Tourismus-Service zu berichten. Er kündigte unter anderem an, mit demselben Mitarbeiter-Team ins Jahr 2019 zu gehen, die Aufwertung des Kurparks weiter zu voranzutreiben und das DLRG-Schiff als Ort für kleinere Veranstaltungen zu etablieren. Überhaupt werde das Veranstaltungskonzept aktuell durchleuchtet. Eine Idee sei es, auf neue, junge Bands zu setzen und bewährte Veranstaltungen zu optimieren.
 
Projekte mit Zukunftscharakter sind hingegen die permanente Beleuchtung der Seebrücke als „Lichtbrücke Kellenhusen“, der Inklusions-Spielplatz am Nordstrand, die Ausbesserung der Promenade, die Einrichtung einer Chill-out-Area direkt vor dem Kurhaus sowie der Umzug der Tourist-Information in die Waldstraße.
 
Als neue Veranstaltungen für 2019 kündigte Thorsten Brandt ein Drohnen-Event vom 1. bis 4. Mai auf der Südstrandwiese, ein Trendsport-Event am 22. und 23. Juni sowie den Ausbau der Grusel-Musel-Tage an. (mg)


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