Reporter Eutin

Gletscher unter Palmen?

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Teilnehmer der Veranstaltung diskutierten ihre Vorstellungen.

Teilnehmer der Veranstaltung diskutierten ihre Vorstellungen.

Oldenburg. (mh) Am Mittwoch, dem 08. Mai, lud Helene von Oldenburg mit Unterstützung des Oldenburger Wallmuseums und der KulTour Oldenburg in Holstein gGmbH in das Refektorium ein, um das Projekt „Zukunft OH 500“ vorzustellen und eine angeregte Diskussion zu führen. Frau von Oldenburg stellte das Kunstprojekt vor, bei dem es darum geht, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Welt in 500 Jahren aussieht und dieses in künstlerischer Form auszudrücken. Dazu ist jeder herzlich eingeladen, da niemand etwas Genaues weiß und somit ein Experte ist und Recht behalten könnte. Die Form der Kunst und der Materialien spielen dabei keine Rolle. Von Geschriebenem über Audiotechnik, Skizzen, Fotos, Filme, Malereien, Skulpturen oder Drucktechniken ist alles erwünscht. Im Anschluss folgte eine rege Diskussion der Teilnehmer über die verschiedensten Themen und wie die Welt in 500 Jahren aussieht. Wie kommunizieren wir miteinander? Aus der archäologischen Perspek-
tive: Was wird überhaupt noch von uns übrig sein und sind wir überhaupt noch da und leben auf der Erde oder bereits auf dem Mars mit der Erde als Naherholungsgebiet? Alle waren sich einig darüber, dass wir in einer sehr schnelllebigen Zeit leben, in der Computertechnologien schnell voranschreiten. Dies führte zu der augenzwinkernden Frage, ob wir uns überhaupt noch bewegen, oder ob dies für uns erledigt wird und wir nur noch denken müssen. Auch der Klimawandel und die Verschmutzung der Umwelt und Meere waren Themen, die heftig diskutiert wurden und die der Meinung der Teilnehmer nach viel dazu beitragen, wie man sich die Welt in 500 Jahren vorstellen kann. Entwickeln wir uns vorwärts oder, gerade im Bezug zum Handwerk, doch zurück? Die Diskussion zeigte, dass wirklich jeder eigene Vorstellungen im Bezug auf die Zukunft hat, an verschiedene Themen denkt und diese unterschiedlich ausdrücken kann. Darum laden die Kuratorinnen Helene von Oldenburg und Dr. Kathrin Langenohl jeden herzlich ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Die Kunstwerke können bis zum 15. Juli zu den Öffnungszeiten im Oldenburger Wallmuseum, dem zeiTTor Museum in Neustadt, dem Café Liebevoll in Burg auf Fehmarn und vom 08.-17. Juli an der Kasse des Schlosses Eutin eingereicht werden. Im Anschluss werden diese dann im August in vier Ausstellungen gezeigt. Für weitere Informationen, Termine und Fragen besuchen Sie gerne die Homepage des Projektes www.z-oh500.xyz oder wenden Sie sich an info@z-oh500.xyz. An diesem Abend wurde im Wallmuseum auch das erste Ausstellungsstück mit dem Titel „Plastik im Meer“ der Künstlerinnen Gabriele Gentz und Carola Saupper eingereicht. Es handelt sich um ein Webbild aus Plastik, dass auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam macht und teilweise auch aus Plastikmüll vom Strand gefertigt wurde. Auf den ersten Blick ist es ein schönes Bild vom Meer, auf den zweiten Blick jedoch tritt die Frage auf, was wir hinterlassen. Der Müll, den wir heute produzieren, hat eine gute Chance auch in 500 Jahren noch im Meer zu finden zu sein.


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