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25 Jahre im Doppelpack

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Am Neujahrstag 2018 feierte das Team der Plöner Rettungswache der Johanniter ein doppeltes Jubiläum.

Am Neujahrstag 2018 feierte das Team der Plöner Rettungswache der Johanniter ein doppeltes Jubiläum.

Plön (los). Doppeltes Jubiläum zum Start ins neue Jahr: Am 1. Januar feierte die Johanniter Rettungswache des Kreises Plön am Alten Güterbahnhof in Plön ihr 25-jähriges Bestehen. Für Mitarbeiter Christian Makoben, Plöner Rettungsassistent der ersten Stunde, fiel das Datum mit dem 25-jährigen Dienstjubiläum zusammen. Grund genug für die Kollegen, Freunde, Angehörige und nicht zuletzt Polizei, Feuerwehr und die Vertreter des Kreises und der Johanniter, zu diesem Anlass ein geselliges Treffen zu arrangieren, das den bis dahin ahnungslosen Jubilar in den Mittelpunkt stellte. Die Plöner Rettungswache war am Neujahrstag 1993 aus der Taufe gehoben worden. Der damals 24 Jahre alte Christian Makoben, zu der Zeit bereits gelernter Landwirt und ausgebildeter Rettungsassistent mit vierjähriger Berufserfahrung beim Kreis Plön hatte die Wache mit fünf weiteren Kollegen aufgebaut. 1996 wurden die neuen Räume neben der Plöner Feuerwehr bezogen und erstmals eine zentrale Rettungswache eingerichtet. Bis dahin sei es üblich gewesen, dass die Einsatzfahrzeuge zu Hause parkten, wo sie an entsprechend eingerichtete Stromanschlüsse angeschlossen werden konnten. Der notwendige „zweite Mann“ sei im „Fall der Fälle“ vom ebenfalls privaten Wohnsitz aus zum Unfallort gerufen worden oder auf halber Strecke in das Rettungsfahrzeug zugestiegen. Aktuell teilt sich eine Crew von neun Rettungsassistenten die 24-Stunden-Schichten und ist stets in Alarmbereitschaft, wenn es gilt, schnelle medizinische Hilfe zu leisten. „Die schönsten Momente sind eigentlich immer die, wenn wir Helden sind“, sagt Christian Makoben über seine Arbeit. Für den Schönberger zählt dazu vor allem die Hilfe „bei Geburten da draußen“, insbesondere „wenn wir Eltern ihr gesundes Kind übergeben können“. Bei fünf Geburten leistete Christian Makoben in seiner Laufbahn direkte Hilfe – ohne Notarzt und Hebamme. Eines der denkwürdigsten Ereignisse: Eine Sturzgeburt vor drei Jahren in Plön, noch dazu bei einer Verständigung auf Englisch. Die kleine Olivia, Tochter kanadischer Gastforscher des Plöner Max Planck Instituts, schaffte damals einen Turbo-Start ins Leben – sie kam innerhalb von neun Minuten zur Welt. Christian Makoben, der mit seinem Kollegen Sven Dannenberg um 0.59 Uhr zur Stelle war, musste in der Rolle der Hebamme beim Geburtsvorgang erste Hilfe leisten und das Kind bei seiner ersten Hürde ins Leben unterstützen. Zweckmäßigerweise im Badezimmer. Doch eine Hausgeburt zählt für die Rettungsassistenten nicht zur täglichen Routine ihrer rettungsdienstlichen Laufbahn. Für einen eventuellen Transport ins Krankenhaus ging aber alles viel zu schnell, denn Olivia befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits „auf halbem Weg“. Besonders nachdenklich stimmt den Probsteier der seelsorgerische Aspekt seiner täglichen Arbeit. Und das durchaus nicht nur auf die betroffenen Verletzten oder Erkrankten bezogen, um die sich die „Sanis“ kümmern. „Die Angehörigen von versorgten Patienten fallen in ein Loch“, verdeutlicht Christian Makoben. Vor diesem Hintergrund sei es in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden, als Rettungsassistent auch psychologische Betreuung zu leisten und die Menschen ein Stück weit aufzufangen.



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