Reporter Eutin

Aufbruchstimmung im „Adlerhorst“

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Genießen die Kaffeepause: Das Helferteam des Zeltlagers Adlerhorst.

Genießen die Kaffeepause: Das Helferteam des Zeltlagers Adlerhorst.

Plön (los). Das Zeltlager Adlerhorst am Behler See ist startklar für seine 69. Saison. Ihre freien Tage in den Osterferien nutzten die 37 Spartenmitglieder der Freien Turnerschaft Kiel von 1893 für umfangreiche Vorbereitungen. Wie aus dem „Ei gepellt“ präsentiert sich die rund zwei Hektar große Anlage am Behler See nach dem ausgiebigen Frühjahrsputz. Vorsitzender Johannes Borchert, Kassenwartin Karin Schuldt sowie Birgit Kock, deren Zuständigkeit die Gastgruppen betrifft, haben mit ihren Helfern ganze Arbeit geleistet, damit alles bezugsfertig und einsatzbereit ist.
 

25 Gruppen- und sechs Jugendzelte finden Platz auf den von Laub und Zweigen zunächst frei geräumten Sandflächen und lassen im Ergebnis einen gewissen Komfort nicht missen: So bieten die Holzböden, die kassettenweise zusammengefügt werden, den künftigen Zeltbewohnern einen festen ebenen Untergrund. Es folgt die Errichtung der Zeltgestänge, danach kommen die großen Bettgestelle dran – beim Zelten auf dem Boden schlafen war „gestern“. Die großen Matratzen mit abzuwischenden hygienischen Bezügen, wie Kliniken sie benutzen, bieten reichlich Platz für maximal acht Schläfer, erzählt Birgit Kock. „Das ist Luxuscamping“, unterstreicht Johannes Borchert. Sogar Strom könne gegebenenfalls per Kabeltrommel in die Zelte gelegt werden. Der Winter habe keinen nennenswerten Schäden hinterlassen. „Ein festgestellter Wasserrohrbruch wurde gleich als Erstes repariert.“ Nun soll noch das Beachvolleyballfeld neuen Sand bekommen. Das frei geräumte Lagerhaus wandelt sich in eine Tischtennishalle um. Und natürlich werden auch alle anderen Gebäude – Küche, Duschen und Toiletten – einer Generalüberholung unterzogen.
 

Neben vereinsinternen Gruppen gibt es auch Freizeitfahrten ohne Vereinsbindung im Zeltlager Adlerhorst. Die Ausschreibung erfolge bundesweit, etwa über die Ferienbörse Schleswig-Holstein. Auch per Mundpropaganda fänden viele den Weg nach Plön, sogar aus Kaliningrad. „Stammgruppen“ aus Gießen, Göttingen und Hannover buchten jährlich ihre Termine.
 

Das Zeltlager Adlerhorst, so benannt nach dem Vereinsnamen, wird rein ehrenamtlich von einer passionierten Helfergemeinschaft betrieben, meist „Ehemaligen“, die hier bereits als Kinder die Ferien verbrachten. Die Gründung 1950 zielte darauf, den Kieler Nachkriegskindern ein Stück „heile Welt“ zu bieten, nachdem ihre Stadt völlig zerstört aus dem Bombenhagel hervor ging. Die ersten Übernachtungsgäste verbrachten den Sommer in Militärzelten. Aus der anfänglich einmalig konzipierten Aktion entwickelte sich eine ständige Einrichtung. Durchschnittlich 1000 Kinder zelten hier pro Jahr.
 

Auf der Kippe stand das Zeltlager Adlerhorst 1999, als die Bundeswehr die Kaserne in Stadtheide schloss. „Wir standen vor der Entscheidung, das Grundstück entweder zu kaufen oder wegzugehen“, erinnert sich das Leitungsteam. Die Entscheidung fiel dann zugunsten des Kaufs. Knapp 20 Jahre später bereitet der demografische Wandel neue Sorgen. So versuche man, nicht nur aus den vereinseigenen Reihen sondern auch extern Zeltlagerbegeisterte zu gewinnen, die Spaß daran haben, ehrenamtlich für Kinder da zu sein und auch mal eine Woche „Küchendienst“ zu verrichten. Ohnehin vereine die FT Kiel seit langem nicht mehr nur Kieler unter ihrem Dach. Aus Neustadt, Lübeck, Neumünster und Hamburg, selbst von der Nordseeinsel Pellworm kommen etwa die Spartenmitglieder des Zeltlagers Adlerhorst nach Plön. Zu besichtigen ist die Anlage im Rahmen eines Tags der offenen Tür am 9. Juni 2018.



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