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Ausgediente Drahtesel gesucht Wer spendet „Land in Sicht“ Werkbank und Räder?

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Martin Braun, Leiter der Fahrradwerkstatt, hofft für sein Projekt auf Spenden ausgedienter Räder, die dann mit technisch-fachlichem Knowhow unter seiner Regie wieder alltagstauglich gemacht werden können.

Martin Braun, Leiter der Fahrradwerkstatt, hofft für sein Projekt auf Spenden ausgedienter Räder, die dann mit technisch-fachlichem Knowhow unter seiner Regie wieder alltagstauglich gemacht werden können.

lön (los). Die Fahrradwerkstatt von „Land in Sicht“ braucht Nachschub: Es geht um Spenden ausgedienter Räder. Fahrradmonteur Martin Braun, der das Projekt betreut, hofft auf neues Material, das er mit seinen Teilnehmern aufarbeiten kann. Auch Nils Radden, der als Tischler die Holzwerkstatt unter seinen Fittichen hat, wünscht sich Unterstützung durch spezielle Spenden. „Wir könnten zwei bis drei ausgediente Werkbänke gut gebrauchen“, erzählt er. Da derzeit 12 Teilnehmer mit nur neun Plätzen auskommen müssen, gestalte die Arbeit sich mitunter schwierig. Wer helfen möchte, kann die Materialspenden montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 13.45 Uhr abgeben oder unter 04522-7445870 Kontakt aufnehmen, um sie abholen zu lassen. „Land in Sicht“ fördert Langzeitarbeitslose. In den Werkstätten, der Gärtnerei und dem Hauswirtschaftsbereich suchen sich die Projektteilnehmer nach einer Orientierungszeit die Bereiche aus, in denen sie tätig sein möchten – mit Blick auf eine berufliche Richtung und dem Ziel, in der Arbeitswelt wieder Fuß zu fassen. „In der Maßnahme ist zunächst wichtig, überhaupt wieder eine Tagesstruktur zu haben“, erklären Braun und Radden. Pflicht sei es auch, turnusmäßig in der Küche mitzuhelfen. Dabei geht es nicht nur um praktische Aspekte, sondern auch um das Lernen, kostengünstig und gesund zu kochen. „Denn Fertigprodukte sind ungleich teurer als selbst gekochtes Essen“, erklärt Nils Radden das Problem, die Kosten des täglichen Lebens möglichst gering halten zu müssen, um mit den Sozialbezügen auszukommen. Hinsichtlich der beruflichen Betreuung werde bei Land in Sicht keinesfalls „in eine bestimmte Richtung gedrückt“. „Wir bieten den Menschen einen geschützten Rahmen, um zu schauen, in welche Richtung sich die Menschen entwickeln können, damit sich eine berufliche Perspektive ergibt“, erläutert Nils Radden. So würde auch nach geeigneten Praktika unterstützend geschaut und aktiv geholfen, den Weg zu ebnen. „Wenn alles gut geht, steht am Ende ein neuer Arbeitsplatz und ein selbstbestimmtes Leben.“ Bis es so weit ist, wird manches Werkstück aus Holz gefertigt oder Fahrrad wieder fit gemacht. „Kunden bezahlen nur den Einkaufspreis“, erklärt Martin Braun, der damit die nötigen Reparaturmaterialien meint, die er mit seiner Gruppe für die Fertigstellung verbraucht hat. „Kunden“ sind bei Land in Sicht allerdings ausschließlich bedürftige Menschen, darunter auch solche im Rentenalter und Flüchtlinge. „Die Nachfrage ist groß“, sagt er. „Wir arbeiten auch mit einem Sozialarbeiter eng zusammen, der regelmäßig mit ein paar Jungs vorbei kommt.“ Ältere Menschen nutzten gern die Räder, die ein Stück Mobilität für sie bedeuteten, da sie sich kein Auto leisten können. Erst 2015 wurde die gemeinnützige „Land in Sicht im Kreis Plön GmbH” als Träger des Projektes gegründet. Gesellschafter sind die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Plön e.V., das Diakonische Werk des Kirchenkreises Plön-Segeberg GmbH und der Preetzer Verein Pro Cell. Das Projekt selbst besteht bereits seit 2009. Kostenträger für das Projekt auf dem ehemaligen Gelände der Abfallwirtschaft des Kreises Plön sind der Kreis Plön und das Jobcenter Kreis Plön. Tätig werden die Land in Sicht-Werkstätten, die nicht mit Firmen in Konkurrenz treten dürfen, für Vereine, Einrichtungen und Verbände mit sozialer Ausrichtung. So habe die Tischlerei unter anderem für den Schüler-, Ruder- und Segelverein gearbeitet, für die Diakonie sowie für die Initiative Froschland, die sich für Renaturierung einsetzt.



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