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Beginn des Glasfaserausbaus im Preetzer Nordosten

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Mit dem Aufbau der Hauptverteilerstation in der Tapastraße beginnt der Glasfaserausbau im Nordosten der Schusterstadt. Wer in den anderen Stadtteilen noch in den Genuss eines kostenfreien Hausanschlusses kommen möchte – hat noch bis zum 8. April Zeit für einen Vertragsabschluss.

Mit dem Aufbau der Hauptverteilerstation in der Tapastraße beginnt der Glasfaserausbau im Nordosten der Schusterstadt. Wer in den anderen Stadtteilen noch in den Genuss eines kostenfreien Hausanschlusses kommen möchte – hat noch bis zum 8. April Zeit für einen Vertragsabschluss.

Preetz (sh). Gewicht: 16 Tonnen, Maße: sechs mal drei Meter: Mit schwerem Gerät wurde am Donnerstag die garagengroße Hauptverteilerstation für das Glasfasernetz in der Tapastraße gesetzt. „Jetzt ist der Zug losgefahren, aber man kann noch aufspringen“, sagt Bürgermeister Björn Demmin erfreut über den Start des schnellen Internets im Nordosten der Schusterstadt. So wie einige Anwohnerinnen und Anwohner ließ er sich das Schauspiel nicht entgehen. Anwohner Philipp Boehnke-Schulz freut sich, dass es endlich losgeht: „Kein anderes Medium bietet mehr Bandbreitenreserven als Glasfaser und ist somit unschlagbar in der Zukunft“, sagt der Familienvater. „Der Marktwert unserer Wohnimmobilie wird erhöht. Die Kinder sind jetzt noch klein, aber für die digitale Zukunft sind wir somit bestens gerüstet.“ Sabine Wiezorek und Andrea Grams wohnen auf der Fußsteigkoppel und hoffen auf unkomplizierten Empfang mit voller Leistung. „Trotz der von unserem jetzigen Anbieter versprochenen 100 Mbit/s kommen nur acht bis 25 Mbit/s bei uns an“, erzählt Sabine Wiezorek. „Einer schaut Netflix, die anderen nutzen zeitgleich Laptop und Handy – da fliegt immer jemand raus. Ich freue mich auf das Rundum-Sorglos-Paket.“ Auch Andrea Grams berichtet, dass das Netz an seine Grenzen komme, wenn Tochter und Freund zu Besuch kämen und mehrere Endgeräte gleichzeitig laufen: „Wer jetzt nicht mitzieht, hängt sich selber ab.“ Glücklich über das schnelle Netz ist auch Uwe Pries. Der Rentner sagt schmunzelnd, dass nun endlich Ehestreit vermieden werden könne, seine Frau dürfe übers Internet-Fernsehen den Bergdoktor sehen, und er zeitgleich Fußball. Wilhelm Lepthien gibt zu, noch keinen Vertrag abgeschlossen zu haben: „Aber meine Frau ist unzufrieden – am Computer dauert ihr alles viel zu lange. Ich bin am überlegen.“ Wer bereits einen Vertrag hat und hofft, dass Glasfaser auch in seinem Wohngebiet verwirklicht wird, ist Gert Vogel. Er wohne auf der Wunderschen Koppel, das sei Gebiet 6 in Preetz und mit 16 % Akzeptanz das Schlusslicht, bedauert Vogel. „Ich bin in meiner Siedlung aktiv und hoffe durch Mundpropaganda, die Nachbarn zu überzeugen.“ Tjark Hartmann, Projektleiter der Deutschen Glasfaser für Preetz, erklärt: „Die anderen Stadtteile, in denen die 40-Prozent-Quote noch nicht erreicht ist, müssen jetzt allmählich aktiv werden, wenn sie noch in den Genuss eines kostenfreien Hausanschlusses kommen wollen.“ Die Hauptverteilerstation in der Tapastraße, in der Fachsprache als City-PoP (Point of Presence) bezeichnet, kann 1848 Haushalte direkt mit einem Glasfaserkabel versorgen. Zudem können noch weiter PoPs angeschlossen werden – damit könnten 25.000 Kunden erreicht werden. „Im nächsten Schritt verlegen wir die Leerrohre, in die dann später die Glasfaserkabel eingebracht werden“, erklärt Hartmann. „Bürgersteig morgens auf, abends zu. Zeitgleich legen wir die Hausanschlüsse. Im Herbst werden die Anschlüsse freigeschaltet.“ Nur noch bis zum 8. April haben die Preetzer Zeit, sich für das schnelle Netz zu entscheiden und einen Vertrag abzuschließen.



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