Reporter Eutin

Besuch aus Blandford

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Die Freundschaft zwischen Preetz und der südenglischen Stadt Blandford, die Anfang der 60er Jahre begann und 1979 in eine offizielle Partnerschaft mündete, wird noch durch Besuche und Gegenbesuche am Leben gehalten: Acht Blandforder verbrachten wieder eine schöne Zeit in ihrer Partnerstadt.

Die Freundschaft zwischen Preetz und der südenglischen Stadt Blandford, die Anfang der 60er Jahre begann und 1979 in eine offizielle Partnerschaft mündete, wird noch durch Besuche und Gegenbesuche am Leben gehalten: Acht Blandforder verbrachten wieder eine schöne Zeit in ihrer Partnerstadt.

Preetz (sh). Preetz hat eine Blandfordhalle und der Namen für die größte Sporthalle der Schusterstadt stammt von der Partnerstadt in England: Blandford Forum, oder einfach nur Blandford. Die Kleinstadt liegt in der Grafschaft Dorset in Südwest-England, die nächstgrößere Stadt ist Pool an der Kanalküste. Acht Gäste aus der, für seine georgianische Architektur bekannten, Stadt verbrachten vergangene Woche einige schöne Tage bei und mit ihren Preetzer Freunden. Organisiert wird der regelmäßige Austausch von den Freundschaftsvereinen für Internationale Begegnungen und der britischen „Preetz Blandford Forum Twinning Society“ – und das seit 55 Jahren. Waren es ursprünglich die Jugend und die erfolgreichen beidseitigen Schüleraustausche, über die der gute Wille zur Völkerverständigung gelebt wurden, so sind es heute die Besuche und Gegenbesuche von Preetzern und Blandfordern, die die Freundschaft zwischen den Menschen beider Städtchen seit vielen Jahren am Leben halten. Sabine Zeidler und ihr Mann sind seit 20 Jahren dabei. In diesem Jahr beherbergen sie Koli und Ron Pluck. Das englische Paar ist zum ersten Mal in Preetz und begeistert. Die Ausflüge führten sie nach Laboe „up the tower and down the submarine“ (Ehrenmal und U-Boot), wie Ron Pluck begeistert erzählt. Und am Strand seien sie gewesen und hätten lecker Fisch gegessen, fügt Koli Pluck hinzu. Preetz sei zauberhaft, so die beiden, wunderschön die Lampionfahrt auf dem Kirchsee mit dem hauseigenen Ruderboot der Familie Zeidler am Vorabend des Schusterfestes. Die Stadt Preetz lud die Gäste vergangenen Freitag zu einem Empfang in den Ratssaal. Bürgermeister Björn Demmin hielt auf Englisch eine Power-Point-Präsentation über die Stadt. Schnell kam es zu einer munteren – und gewollten – Diskussion über die Zukunft der Partnerschaft. „Leider erhalten wir keinerlei Unterstützung mehr durch unseren town counsil – die Stadtvertretung“, erzählt Jenny Andrews, Chairman der Twinning Society. In Blandford wechselt der Bürgermeister jedes Jahr. Die Twinning Society habe nur noch rund 30 Mitglieder. In Preetz sind es immerhin 350, wobei die Meisten wohl „Karteileichen“ seien, so Ingrid Küster, Vorsitzende des Preetzer Freundschaftsvereins. Da die deutsche Sprache heute nicht mehr zur Pflicht an Englischen Schulen gehört, fällt auch ein Grund weg, warum sich Schüler auf einen Schüleraustausch einlassen sollten. Der Zeitgeist geht mehr zu Individualtrips – für wenig Geld kommen die jungen Leute heute überall hin – organisierter Schüleraustausch ist out. Zudem wurden in England die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Schüleraustausch verschärft, der Deutschlehrer in Blandford, der noch bis vor zehn Jahren den Austausch organisiert hatte, ging in den Ruhestand. Jenny Andrews selbst war mit 16 Jahren zum ersten Mal in Preetz, feierte hier ihren 17. Geburtstag, das war 1965. Seitdem waren ihre drei Söhne in den 80er Jahren ebenfalls in Preetz; jetzt hofft sie, dass ihre 12-jährige Enkelin bald Interesse zeigt. In Blandford herrscht ein reges soziales Leben innerhalb der Twinning Society – das gibt es in Preetz nicht mehr. „Den Verein für internationale Beziehungen brauchen wir nicht, um uns privat mit unseren englischen Freunden zu treffen“, bedauert Ingrid Küster. Aber es sei auch Schade, den Verein aufzulösen, der 1962 mit so viel Enthusiasmus gegründet wurde. Informationen über den Austausch zwischen Blandford und Preetz gibt es bei Ingrid Küster unter Tel. 04342/81125.



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