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„Den Staffelstab weiter gereicht...“

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Pastor Ulrich Gradert (l.) und Pastor Dietmar Sprung leiteten die Verabschiedung und Vereidigung von Bürgermeister Jens Paustian und seinem Nachfolger Lars Winter (r.) mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche ein.

Pastor Ulrich Gradert (l.) und Pastor Dietmar Sprung leiteten die Verabschiedung und Vereidigung von Bürgermeister Jens Paustian und seinem Nachfolger Lars Winter (r.) mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche ein.

Plön (los). Die Plöner haben einen neuen Bürgermeister. Lars Winter wurde im Rahmen einer Sitzung der Plöner Ratsversammlung am 28. Februar in der Aula am Schiffsthal vereidigt. Parallel dazu verabschiedeten die Kommunalpolitiker Jens Paustian, der in der Wahl im Sommer dem neuen Rathauschef unterlag und nach zwölf Jahren an der Spitze der Stadtverwaltung in den Ruhestand ging. Eingeleitet wurde der Amtswechsel mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche. „Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang“, stellte Pastor Ulrich Gradert in der Nikolaikirche fest. „Jetzt ist die Zeit gekommen, dass zu machen was, sie immer gerne machen wollten.“ In Richtung Paustian bedeute dies, dass er dieser durch die Wahlniederlage gewonnene Freizeit mit seiner Familie nutzen könne und neue Projekte anschieben könne. Winter, der sich seit neun Monaten auf die neue Aufgabe vorbereite, könne nun mit der Umsetzung seiner Ideen beginnen. „Vertrauen sie dabei ruhig auch auf eine höhere Macht“, ermutigte Gradert die beiden Bürgermeister. Denn „wem Gott gibt ein Amt, dem gibt er auch Verstand“ dieses auszufüllen. Natürlich werde es auch viele Kritiker geben, denn fast jeder sei ein heimlicher Bundestrainer, Bundeskanzler oder eben auch Bürgermeister. Im Zweifel sollte man sich an den Leitspruch – „lässt Du Dich mit Ämtern schmücken, klage nicht, dass sie Dich drücken“ – von Pastor Rudolf Rößler erinnern. „Es gibt nichts Dauerhafteres als die Veränderung“, leitete Landrätin Stephanie Ladwig die eigentliche „Staffelstabübergabe“ in der Aula ein. In ihrem Grußwort hob sie Ereignisse aus Paustians Zeit als Bürgermeister hervor. Darunter den Bau des „kleinen Bootshafens“ an der Schwentine, die Gründung der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz, die Fortsetzung der Fußgängerzone in der Lübecker Straße, der Umzug der Tourist Info in den Plöner Bahnhof, die Einrichtung des Jugendzentrums und der Offenen Ganztagsschule im Schiffsthal und insbesondere die Sanierung des PlönBads einschließlich des neuem Anbaus. „Ich erinnere nur an den Sprung in Klamotten ins große Becken“, warf Ladwig einen Blick zurück auf die feierliche Einweihung der Schwimmhalle, bei der Jens Paustian aufgrund einer Wette (und zum Vergnügen aller Anwesenden) im Anzug abtauchte. „Ich bin nicht der Meinung, dass die Gründe für die Abwahl und warum die Fraktion den Bürgermeister nicht unterstützt hat, in dieser Rede genannt werden müssen“, fand auch der Vorsitzende des Hauptausschusses Oliver Hagen viele lobende Worte. Fast schon in einer Art Büttenrede fasste die zurückliegende Zeit in zahlreichen Anekdoten gepaart mit einer guten Portion trockenen Humors zusammen. Bürgervorsteher Dirk Krüger blickte bei der Vereidigung Winters in die Zukunft und skizzierte die vielen Baustellen, die aus Sicht der Selbstverwaltung dringend in Angriff genommen werden müssen. Dazu zähle die Ansiedlung von Gewerbe und Einzelhandel sowie die Ausweisung von Wohnbaugebieten. Unter anderem mit diesen Themen hatte sich Winter bei der Stichwahl am 17. Juli mit rund 60 Prozent der Stimmen gegen die Mitbewerber durchgesetzt. „Viel Zeit, sich auf die Aufgabe als Bürgermeister vorzubereiten“, stellte Krüger fest. Und Winter kündigte an, sehr zügig mit der Umsetzung seiner Agenda zu beginnen.



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