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Die Ascheberger Seglergemeinschaft feiert 50 Jahre

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Der 1. Vorsitzende der Ascheberger Seglergemeinschaft Hans-Peter Beckurts und ASG Gründungsmitglied Jochen Herrmann freuen sich auf die Segelsaison 2017 und eine große Feier anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens in diesem Jahr.

Der 1. Vorsitzende der Ascheberger Seglergemeinschaft Hans-Peter Beckurts und ASG Gründungsmitglied Jochen Herrmann freuen sich auf die Segelsaison 2017 und eine große Feier anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens in diesem Jahr.

Ascheberg (los). Nomen est omen. Diese Volksweisheit trifft auch auf die Ascheberger Seglergemeinschaft (ASG) zu, die vor 50 Jahren fast buchstäblich als eine Art Gemeinschaftsprojekt angeschoben wurde. Das bedeutete vor allem eines: Viel Eigenleistung. Und das schweißt bekanntlich zusammen. Keiner weiß das heute besser als Jochen Herrmann, der damals zu den „Gründervätern“ der ASG zählte. „Anfang der 70er Jahre wollten Viele segeln“, blickt der frühere Bosauer Bürgermeister an die ersten Jahre des Ascheberger Segelsports zurück. „Es war eine richtige Aufbruchstimmung.“ Wer in den 60er Jahren ein Boot im Ascheberger Bereich des Großen Plöner Sees segelte, hatte zwei Möglichkeiten: „Entweder war er Mitglied im Plöner Segler Verein (PSV) oder Camper auf dem Campingplatz Köhler (neben der Strandhalle) oder auf dem Campingplatz Möller (beim Bahnübergang am Ortsausgang Richtung Plön)“, erinnert Herrmann sich. Verbunden sei das Segeln in diesem Bereich des Gutes Ascheberg (beziehungsweise ein Boot hier liegen zu haben) mit einer Erlaubnis seitens der Gutsverwaltung gewesen, die jährlich erneuert werden musste. „So ergab sich automatisch der Wunsch nach einer Gemeinschaftsanlage“, erzählt Herrmann. Die Vereinsgründung datiert auf den 24. 11. 1967. Danach folgten weitere Nägel mit Köpfen: Acht Segler packten an und planten den gemeinsamen Stegbau in Eigenregie und mit privaten Mitteln. „Wir kauften Bohrgestänge, bauten Segmente und befestigten die Holzplanken in einer privaten Garage.“ Bis 1971 seien wegen der Nachfrage insgesamt drei „Brücken“ am Vereinsgelände und auch das Clubhaus errichtet worden. Das ist bis heute so geblieben. Rund 60 Boote haben einen Liegeplatz. Nur dem selbst gebauten Clubhaus, das am 8. September 1989 lichterloh abbrannte, folgte später ein Neubau. Bereits im Januar 1968 wurden die Pfähle gerammt. Mit reiner Muskelkraft, versteht sich. Fotos bezeugen den schweißtreibenden Kraftakt mitten im Winter. Jochen Herrmann war damals mit 26 Jahren eines der jüngsten Vereinsmitglieder. Dann folgten Schnee und Eis und die Segler fanden ihre Pfähle am Spülsaum des Großen Plöner Sees wieder. Doch davon ließ die Ascheberger Männergruppe sich nicht entmutigen und wiederholte die Aktion. „Am 23. Mai 1968 haben wir die Brücke offiziell eingeweiht“, blickt Herrmann auf die denkwürdige Feierstunde mit dem damaligen 1. Vorsitzenden Peter Lüdke zurück. Sie begann um 11.30 Uhr und später bot die junge ASG den Programmpunkt „Segeln für Gäste“ an. Diese Details verlautet die Chronik, an deren letztem Rest Jochen Herrmann derzeit arbeitet. Zur großen ASG-Geburtstagsparty 2017 soll das Buch nach rund zwei Jahren Arbeit fertig gestellt sein. Das Ascheberger Großereignis ist für den 2. September geplant und startet um 11 Uhr mit offiziellem Empfang. „Nachmittags und abends ist dann für jedermann“, erzählt der erste Vorsitzende der ASG Hans-Peter Beckurts. Der Festausschuss sei bereits mit der Planung beschäftigt. Das Segeln sei dabei ein wichtiger Aspekt. „Denn wir wollen uns dafür einsetzen, das Segeln wieder mehr unter die Leute zu bringen.“ Das Problem: Zu wenig Seglernachwuchs. Zwar gebe es eine Jugendgruppe von rund acht Kindern, aber insbesondere bei den 30 bis 50-jährigen weise der Verein eine „Riesenlücke“ auf. Zu den turnusmäßigen Aktivitäten des Vereins zählt heute wie früher die Erstellung des Terminplans für Regatten und sonstige Aktivitäten. Dabei gehe es nicht selten „um die Wurst“. „Für uns liegt der Schwerpunkt auf der geselligen Seite“, erklären Beckurts und Herrmann das Faible der ASG für gewisse Sachpreise sowie das winterliche Labskausessen zur Gemeinschaftspflege. Und natürlich packten damals wie heute alle engagiert mit an, wenn die Brücken im Frühjahr oder Herbst auf- oder abgebaut werden sollen, Reparatur und Reinigung erfolgen und Material gesichtet wird. Einen gewissen Wandel hat Jochen Herrmann dennoch beobachtet. War der Segelverein früher etwas „für die ganze Familie“ – „der Mann segelte und die Frau segelte mit“ – so habe sich dies inzwischen ein wenig verändert. „Die Gesellschaft hat sich verändert“, sagt er mit Blick auf ein breiteres Freizeitangebot und die Verhältnisse der heutigen Schul- und Arbeitswelt. Aktuell zählt der Verein 110 Mitglieder. Die ASG verfügt über drei Bootsstege. Neben 60 Wasserliegeplätzen gibt es rund 10 Landliegeplätze, außerdem eine Slipanlage mit Säulenkran sowie eine Jollenslipbahn. Gesegelt werden reviertypische Boote: verschiedenen Jollen- und Jollenkreuzerklassen sowie Kielschwerter wie die Neptun 22 oder die Varianta.



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