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Eine Notunterkunft für „Die Wühlmäuse“

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Großer Auflauf auf dem Marktplatz: Die kleinen Wühlmäuse warben für ihre neue Notunterkunft.

Großer Auflauf auf dem Marktplatz: Die kleinen Wühlmäuse warben für ihre neue Notunterkunft.

Preetz (sh). Der Naturkindergarten „Die Wühlmäuse“ braucht eine Notunterkunft. Gemeinsam mit der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) soll nun in der Kührener Straße ein Multifunktionshaus entstehen. „Seit drei Jahren stellen wir den Wühlmäusen unser Vereinsheim zur Verfügung“ erklärt die erste Vorsitzende der DLRG Silvia Scherpf. Hier findet das Mittagessen der Waldkinder statt, denn viele Eltern fordern eine verstärke Betreuung über die Mittagzeit hinaus. Zudem steigt mit der ansteigenden Zahl an Kindern der Verwaltungsaufwand – die Wühlmäuse betreuen zurzeit 257 Kinder durch Tagesmütter, in den Naturkindergartengruppen und im Freizeitangebot „Natur am Nachmittag“. Ein zentrales Büro ist notwendig. Aus der beidseitigen sehr guten Zusammenarbeit entstand die Idee, neu zu bauen, da die vorhandene Hütte aus den 1960er Jahren zu klein ist und nicht mehr den Anforderungen entspricht. „Das kostet mehr Geld als gedacht“, wissen auch die kleinen Wühlmäuse, die am vergangenen Samstag gemeinsam mit den Lebensrettern um Spenden baten. „Wir erhalten Unterstützung aus öffentlichen Geldern. Bingo! Die Umweltlotterie spendete 74.000 Euro. Trotzdem fehlen unserer Elterninitiative noch 50.000 Euro“, sagt die erste Vorsitzende Irmela Will. Der moderne Holzständerbau mit Holzverkleidung und Gründach wird einen großen Multifunktionsraum erhalten – der durch Trennwände für die Kinder in Gruppenräume umgewandelt werden kann. Küche, ein Büro für DLRG und Wühlmäuse, Sanitäranlagen, ein Ruheraum sowie ein Trockenraum und Materiallager für die Lebensretter rundet das Ganze ab. Hier wird die DLRG weiterhin ihre Jugendseminare und Veranstaltungen abhalten können. „Es besteht die Möglichkeit, dass die Garagen und die Werkstatt für unsere Boote nun endlich von der Kührener Straße in die unmittelbare Nähe des Lanker Sees umziehen können“, freut sich Scherpf über das gemeinsame Vorhaben. Bisher mussten für jeden Einsatz auf dem Wasser, beispielsweise die Regattabegleitfahrten für die Segler und Ruderer, die Boote mit Trailern von der Kührener Straße zum See gefahren werden. In der Politik gab es in der Vergangenheit hitzige Debatten, wie Schutzhütten leichter genehmigt werden können. Viele Naturkindergärten haben Probleme, ihre Bauwagen und Holzunterkünfte vorschriftsgemäß aufzustellen. Im Land betrifft dies rund 30 Waldkindergärten. Die Bauwagen und Holzunterstände dienen als Unterschlupfmöglichkeit und Materiallager. Der Land- oder Waldbesitzer gibt das passende Grundstück, die Unfallkasse ihr Okay und die Heimaufsicht ihre Zustimmung. Doch nun gibt es häufig keine Genehmigung mehr für die Bauten, in denen die Kinder bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden könnten. Hintergrund der Debatte sind Naturschutzauflagen und eine strengere Auslegung des Paragrafen 35 der Baugesetzgebung. Danach ist das Bauen im Außenbereich nur für privilegierte Vorhaben gestattet, für einen Schafstall beispielsweise. Ein hölzerner Unterstand für die Kinder fällt nicht darunter. Zudem dürfen Bauwagen als Unterstände für Waldkita-Kinder „keine Aufenthaltsqualität“ haben, das bedeutet, Wärmequellen wie Öfen sollen entfernt werden. Doch das Fehlen beheizbarer Schutzräume würde das Aus für viele Waldkitas bedeuten. Naturpädagogik ist zu einem festen Bestandteil der Preetzer Kita-Landschaft geworden. „Für die Kinder in und um Preetz und die DLRG wird mit dieser Notunterkunft ein unvergleichlicher Mehrwert entstehen“, sind sich Irmela Will und Silvia Scherpf sicher. Wer „Die Wühlmäuse“ und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft bei ihrem gemeinsamen Bauprojekt unterstützen möchte, spendet auf das Konto der Förde Sparkasse, IBAN: DE60 2105 0170 0020 0597 47.



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