Reporter Eutin

Erste Versuche im Kanu oder beim Stand Up Paddling

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Preetz (tg) Bei bestem Sommerwetter lockte die Gemeinschaft der Wasserwanderer e. V. Preetz (GWW) mit Probefahrten im Kajak, dem Kanadier oder beim Stand Up Paddling zahlreiche Neugierige auf ihr Vereinsgelände. Interessierte konnten sich über die vielen Aktivitäten des Vereins informieren. Gegründet wurde die GWW 1963 von Paul Glacer, zusammen mit anderen Kanusportlern. „Mein Vater brachte seine Wassersportbegeisterung aus dem Kieler Kanu-Klub mit nach Preetz.“, erzählt seine Tochter, Regina Glacer-Günther, 1. Vorsitzende der GWW. Zuerst gründete Paul Glacer im PTSV die dortige Kanuabteilung. Als diese ihren Fokus zu sehr auf den Rennsport verlagerte, gründete der Neupreetzer dann die GWW. „Mein Vater wollte es einfach gemütlicher haben und eine Sportart ausüben, die auch für Familien geeignet ist.“, beschreibt seine Tochter die Gründungszeit. Heute hat der Verein rund 120 Mitglieder aller Altersstufen. „Wir freuen uns immer über neue Mitglieder, vor allem Jüngere.“, erklärt Anke Flechsig, die 2. Vorsitzende. Ihr Vater, Walter Drews, ist das einzige, noch lebende GWW-Gründungsmitglied. Der heute 86jährige ist noch immer aktiv. Für Neueinsteiger eignet sich am besten der Paddeltrainingstreff. Neulinge sind jeden ersten Freitag im Monat, um 18 Uhr, herzlich willkommen (während der Sommersaison April bis September). Adresse: GWW Bootshaus, Castöhlenweg 3, 24211 Preetz. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. „Nur das Bronze-Schwimmabzeichen ist Pflicht.“, betont Matthias Seefeldt, GWW-Pressewart. Beim Paddeltraining werden verschiedene Paddeltechniken gelernt und trainiert. „Das geht vom Ein- und Ausstieg, über das Kentertraining und die richtige Gepäckzuladung, bis hin zur Tourenplanung, also wo darf ich fahren und wo nicht.“, beschreibt Regina Glacer-Günther. Die Aktivitäten der GWW reichen von sportlichen Seekajaktouren auf der Ost- oder Nordsee bis hin zu geselligen Fahrten entlang der Schwentine. Generell geht es den Wasserwanderern einfach darum, Spaß zu haben, z. B. bei Ausflügen nach Wahlstorf zum Fischbrötchenessen, so Anke Flechsig. Neue Mitglieder müssen auch nicht gleich Geld für ein eigenes Boot ausgeben. Der Verein hat verschiedene Bootstypen für alle Altersstufen. Paddel und Schwimmwesten sind ebenfalls vorhanden. „So kann sich jeder bei uns erst einmal ausprobieren, was zu einem passt.“, sagt Matthias Seefeldt. Für Fahrten auf der Schwentine sind generell andere Boote notwendig, als bei Touren auf der Nordsee, so der Pressewart. GWW-Mitglieder können an organisierten Verbandsfahrten teilnehmen, z. B. auf der Weser, aber auch international, auf der Donau, von Ingolstadt bis zum Schwarzen Meer. Den Vereinsmitgliedern ist die Geselligkeit ein wichtiger Aspekt, sich in der GWW zu organisieren. „Wir grillen oft zusammen, feiern auch Weinachten, Silvester oder unternehmen Winterwanderungen.“, erklärt die 1. Vorsitzende. Robert Ulanowski ist an diesem Tag das erste Mal hier. „Es ist interessant, wenn auch etwas wackelig.“, sein knappes Fazit. Der Selenter will aber auf jeden Fall wiederkommen. „Wasserwandern ist die völlige Entspannung in der Natur, fernab von jedem Trubel.“, erklärt Regina Glacer-Günther. „Wenn ich alleine auf dem Wasser bin, komme ich zur Ruhe und sehe Dinge, die ich sonst nicht wahrnehmen würde, wie z. B. den Seeadler, der dicht an einem vorüber fliegt.“


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