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Fördergeld für kluges Planen

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Bürgermeister Björn Demmin, Preetz.

Bürgermeister Björn Demmin, Preetz.

Plön (los). Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude, tiefer gehängte Rollstuhl gerechte Fahrpläne an Bushaltestellen oder die Ausbildung von Fachberatern für Barrierefreiheit: Die Voraussetzungen, Gemeinden unter dem Aspekt Inklusion weiter zu entwickeln, müssen Vielerorts meist erst noch geschaffen werden.
 
„Gemeinsam auf dem Weg zu Inklusion“ heißt das Projekt, für das sich der Verein „AktivRegion Schwentine Holsteinische Schweiz“ stark gemacht und bei seiner Vorstandsitzung am vergangenen Mittwoch in der Plöner Tourist Info eine Fördersumme von rund 76800 Euro bewilligt hat. Für einen Dienstleistungsauftrag, nämlich die Beratung und Lösungswege, wie eine Gemeinde Inklusion umsetzen kann. „Entsprechende Maßnahmen beschließt dann später die Kommunalpolitik“, erläuterte Antragstellerin Jutta Harter von der Stadtverwaltung Eutin.
 
Das Projekt unterstützten außerdem der Kreis Ostholstein, der dafür 10000 Euro pro Jahr gebe, Heiligenhafen, Fehmarn, Oldenburg, Bad Malente-Gremsmühlen, Eutin und auch die Gemeinde Bosau am Großen Plöner See. Nach einem Schlüssel würden die Kommunen pro Einwohner und pro Jahr 25 Cent dazu geben. „Das Ganze läuft über drei Jahre“, so Harter. Die Gesamtfördersumme betrage 153000 Euro. Der Bürgermeister von Preetz Björn Demmin freut sich, dass die AktivRegion der Erhöhung der Fördersumme für die geplante Machbarkeitsstudie für das Projekt „100 Prozent erneuerbare Energie für Schulen in Preetz“ zugestimmt hat. Hintergrund ist die Idee, vier Preetzer Schulen und Sporthallen künftig durch ein gemeinsames Heizwerk mit Energie zu versorgen und auf diese Weise Kosten einzusparen.
 
„Alle Gebäude haben alte Heizkessel, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden“, verdeutlichte Demmin. Etwa 1000 Tonnen C02-Einsparung pro Jahr seien möglich. Die Machbarkeitsstudie koste 37000 Euro Brutto. Davon werde die AktivRegion 80 Prozent übernehmen. Den Rest teilten sich der Kreis (zwei Drittel) und die Stadt Preetz. Sinn der Studie sei es, die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Lösung zu ermitteln, die später umgesetzt werden soll. Zugleich würden die Voraussetzungen geschaffen, gezielt Fördermittel dafür beantragen zu können.
 
Begleitet werde dieser Prozess durch eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern der Stadtverwaltung, des Kreises Plön und Ingenieuren. Auch die geplante Eutiner Jugendherberge verlangt eine Machbarkeitsstudie, die ebenfalls von der AktivRegion bezuschusst wird. Mit 20168 Euro will der Verein das 30000 Euro teure Vorhaben unterstützen. Auch hier geht es darum, den Boden zu bereiten, unter anderem um weitere Fördermittel für den Bau einwerben zu können. Den Antrag stellte Eutins Bürgermeister Carsten Behnk stellvertretend für den Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH). Hintergrund: Eutins alte Jugendherberge war vor rund zehn Jahren geschlossen worden.
 
Die Machbarkeitsstudie soll nun feststellen, ob ein neuer Betrieb an anderer Stelle sinnvoll sei und in welcher Form. Behnk hofft auf die Entwicklung von „Synergieeffekten und Strukturen“, von denen der Tourismus profitieren werde. Als Standort wurde der Bereich an der Opernscheune ausgewiesen, der durch die Nähe zu See und Schloss, Park und Innenstadt viele Vorteile bietet. Ein entsprechender Bebauungsplan liege bereits vor.
 
Die insgesamt 22 AktivRegionen in Schleswig-Holstein sind laut eigener Definition „Ideenschmieden der ländlichen Räume“. Die Lokalen Aktionsgruppen (LAG), die als Vereine organisiert sind, haben das Ziel, die ländlichen Regionen attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten. Ein Großteil der finanziellen Mittel, die der Verein dafür bereitstellt stammen aus dem “Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes”, kurz ELER.



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