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Gedankenlosigkeit schafft tierische Trauer

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1670 Euro erbrachte eine Tombola beim gemeinsamen Essen von Kreisjägerschaft und Dehoga: Der Erlös ging an das Tierheim Kossau. Begeisterung bei der Scheckübergabe. Melanie Bernstein, Bundestagsabgeordnete, mit Tierheimliebling „Akira“, Dr. Karl Horn, Vorsitzender Tierschutzverein, Claus-Hendrik Estorff, Kreisjägerschaft, Helge Möller, Dehoga, Kemal Besic, Vorstandsassistent des Tierschutzverein (v.l.n.r.)

1670 Euro erbrachte eine Tombola beim gemeinsamen Essen von Kreisjägerschaft und Dehoga: Der Erlös ging an das Tierheim Kossau. Begeisterung bei der Scheckübergabe. Melanie Bernstein, Bundestagsabgeordnete, mit Tierheimliebling „Akira“, Dr. Karl Horn, Vorsitzender Tierschutzverein, Claus-Hendrik Estorff, Kreisjägerschaft, Helge Möller, Dehoga, Kemal Besic, Vorstandsassistent des Tierschutzverein (v.l.n.r.)

Kossau (kud). „Akira“ ist außer sich vor Freude. Die sieben Jahre alte Münsterländerhündin begrüßt die Gäste mit heftigem Schwanzgewedel. Die Gäste haben 1670 Euro Gepäck. „“Akiras“ Futter ist gesichert. Aber eigentlich braucht sie eine Familie. Scheckübergabe im Tierheim Kossau. Die DEHOGA und die Kreisjägerschaft haben es sich bei einem Wildbuffet gut gehen lassen und eine Tombola veranstaltet. Der Erlös, soviel war schnell klar, soll an das Tierheim Kossau gehen, dem einzigen offiziell zertifizierten im Kreis Plön. Die Summe ist stattlich, und Dr. Karl Horn, Vorsitzender des Tierschutzvereins, glücklich. „Das Überleben unseres Heims hängt immer von Zufällen ab. Wir bekommen einen Festsatz pro Katze und Hund erstattet. Aber: Damit können wir Unterkunft und Fressen tilgen, laufende Arztkosten. Eine Kastration bekommen wir nicht erstattet“. Da beginnt das Dilemma mit den Spenden. Horn: „Es gibt Spender. Wir erben sogar oder erhalten Vermächtnisse. Aber das sind glückliche Fügungen, mit denen wir nicht rechnen können“. Melanie Bernstein ist Bundestagsabgeordnete, wohnt im Kreis Plön und hat selbst einen Hund. Erst möchte sie „Akira“ einpacken, dann den smarten Schäferhund „Sam“. Geht aber nicht. Ihr Hund ist nicht mit allen kompatibel. In der Katzenstube ist Melanie Bernstein nicht so anfällig. „Katzen sind nicht so meins“. Aber dann wird sie doch noch schwach, als sich die Decke über einem schwarz-glänzenden Kater lüftet, der auf seinem Katzenbaum ein Nickerchen gemacht hat und die Gäste nun aus schläfrig-grünen Augen mustert. Derzeit leben ungefähr 30 Katzen im Tierheim Kossau. Manche von ihnen haben nie eine neue Familie gefunden, werden ihren Lebensabend wohl in Kossau verbringen. Das klappt auch ganz gut. Außer einer „guten Stube“, in der sich alle treffen können, gibt es auch noch kleine Rückzugsoasen. Mit den Hunden ist es anders. Derzeit leben nur vier in Kossau. Aber die brauchen Auslauf und zum Teil auch viel Zuwendung, weil sie in ihrem früheren Leben nicht viel Gutes erlebt haben. Sam ist nicht nur jung und attraktiv, sondern auch noch freundlich gegen Mensch und Tier. Der junge Schäferhund will einfach nur raus. Eine neue Familie ist in Sicht. Aber da gibt es noch einen zweiten Schäferhund. Der stammt aus einer Qualhaltung. Nur Liebe und unendlich viel Geduld werden ihm helfen, zu Menschen wieder Vertrauen fassen zu können. Die Mitarbeiter des Tierheims, 10 Haupt- und 40 ehrenamtliche Helfer, versuchen, den Tieren gerecht zu werden. Kemal Besie hat die Regie über das kleine Unternehmen und weiß, wo die Probleme sind. „Viele Menschen schaffen sich ein Tier zu Weihnachten an. Ein kleiner Hund ist niedlich. Aber manche Hunde wachsen dann eben und werden richtig groß. Bevor man sich ein Tier anschafft, sollte man sich über Rasse, Bedürfnisse, Größe informieren. Viele setzen solche Tiere, wenn sie lästig werden, aber einfach aus.“ Wer helfen möchte: Alle Tierschutzvereine freuen sich über Spender, neue Mitglieder, ehrenamtliche Helfer.



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