Reporter Eutin

Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß serviert Heinke I. ab

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Plön/Wankendorf (los). „Am Aschermittwoch ist alles vorbei...“ – Und für die Plöner Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß endete die Session 2018/2019 mit einem Abschiedsmarathon. So servierten die Narren nicht nur ihre Repräsentantin auf Zeit, Tollität Heinke I. (Wittke) ab, sondern entließen auch ihren Präsidenten Günther Kempa und den Elferratsvorsitzenden Werner Kelbing in den wohl verdienten Ruhestand.

Bevor das Führungsduo, das den Verein über Jahrzehnte geführt hatte, auf eigenen Wunsch in die zweite Reihe wechseln konnte, musste es allerdings noch einmal in der ersten Reihe Platz nehmen. Zum Dank für das herausragende Engagement hatten die Plöner Jecken eine aufwendige Abschluss-Gala vorbereitet: Moderiert von dem bewährten Büttenrednergespann „Stine“ alias Ex-Tollität Barbara Kleinmann und „Hinnerk“ alias Ralf Okel ließen die Karnevalisten die „Ära Kempa“ in Wort und Tanz buchstäblich Revue passieren. In einer bunten Mischung aus Frage und Antwortspiel mit dem Publikum erinnerten die Karnevalisten an 40 Jahre Zeitgeschichte – einschließlich modischer Einflüsse, die auch sich auch in den unterhaltsamen Showeinlagen der Gardetänzer widerspiegelten.

Eingeleitet wurde der zünftige Aschermittwoch nach dem traditionelle Heringsessen mit der obligatorischen Rückgabe des Plöner Rathausschlüssels. Den hatten die Narren seit dem Auftakt der Session im Besitz. Bürgermeister Lars Winter habe diesen am Sonntag, 11. 11. 2018 um 11.11 Uhr auch ohne Rathaussturm im Tausch gegen ein Frühstück – „...er schien richtig froh, dass er ihn los war...“– im Plöner Marktcafé sogar freiwillig herausgerückt, wunderte sich Günther Kempa, als er Schlüsselkasten an den Plöner Verwaltungschef aushändigte. Allerdings habe er die Box vorher mit zwei kleinen Weinflaschen bestückt. Eine Art von Denkzettel, „um sich an das Weinfest zu erinnern“.

Denn auch das Plöner Weinfest der Karnevalsgesellschaft als Veranstalter scheint nun Vergangenheit zu sein: „Nach 52 Jahren müssen wir es streichen“, stellte Kempa fest. Gründe seien die Altersstruktur des 1960 gegründeten Vereins (insbesondere im Zusammenhang mit den umfangreichen Arbeiten des Auf- und Abbaus) sowie die allgemeinen Gebühren. „Die sind so hoch, dass wir unter dem Strich nichts mehr übrig haben.“ Dabei war genau dies seit jeher Sinn und Zweck des Weinfestes, verdeutlichte er: Mit den Einnahmen würde die gemeinnützige Jugendarbeit, die Tanzausbildung der Kinder- und Prinzengarden finanziert.

Die Kinder und Jugendlichen werden von der Karnevalsgesellschaft für ihre Auftritte mit vielfältigen Kostümen, Kleidern und Perücken ausgestattet und die Trainer bekämen eine Aufwandsentschädigung. Hoch ist auch der organisatorische Aufwand. Die Programme der Blau-Weiß-Auftritte wechseln von Jahr zu Jahr. Bereits Ende April stehen die neuen Tänze und die dazu passenden Musikstücke. Die Trainerin der Garden, Gabi Sajak-Okel (Ballettschule Gabi Sajak) hat schon bald nach der Session wieder alle Hände voll zu tun, neue Bewegungsabläufe und Tanzbilder für die Garden als Aushängeschild des närrischen Volkes zu planen.

Mit den Besuchen in Seniorenheimen erfüllt die Karnevalgesellschaft einen selbst gesetzten sozialen Anspruch außerhalb der üblichen Aktivitäten, zu denen auch der Kontakt und die Besuche befreundeter Gesellschaften zählen. Das Verbreiten von Spaß und Geselligkeit ist dabei ihr oberstes Anliegen. In der zurückliegenden Session hatte Blau-Weiß Einrichtungen in Lütjenburg, Dersau, Ascheberg, Preetz und Plön besucht und war mit seinen Garden auch beim Grebiner Kinderkarneval aufgetreten.



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