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Museum beginnt mit Begeisterung

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Preetz (kud). „Wir brauchen Erneuerung!“. Heinke Heintzen, Vorsitzende des Heimatvereins Preetz, wird ihr Amt am 26. Oktober aufgeben – aus gesundheitlichen Gründen. So ganz leicht wird das nicht. Sie hat den Heimatverein 1985 mitbegründet, hat das Heimatmuseum mit auf den Weg gebracht, und das alles aus Begeisterung an alten Funden, die Aufschluss über die Geschichte der Schusterstadt geben.
Sie, Volker Liebich, der erste stellvertretende Vorsitzende, und Axel Langfeldt, der Pressebeauftragte des Vereins, bereiten gerade die jährliche Mitgliederversammlung vor. Wenn die Mitglieder am 26. Oktober abstimmen, wird es Veränderungen geben in der Führungsspitze. Für Heinke Heintzen auch Zeit für Rückschau. Da gab es erste Funde über die erste Besiedelung. Fundstücke wurden gesammelt. Aber: wohin damit? Heinke Heintzen: „ Die Idee kam schnell. Uns war klar, dass diese Fundstücke weder in irgend welchen Kellern lagern durften, noch in Museum landen sollten, die mit Preetz wenig zu tun hatten.“ Gemeinsam mit der Stadt begannen die Heimatkundler eine Lösung zu entwickeln. Räume für eine Ausstellung mussten her. In der Mühlenstraße 14 ergab sich eine erste Lösung. Sie nennt sich heute „Heimatmuseum“ und ist inzwischen bis ins Dachgeschoss vollgepackt mit alten Schätzen. Seit einigen Monaten hat auch das Papiertheater seine Bühnen dort aufgeschlagen.
„Eigentlich hatten wir auf ein anderes Haus gehofft. Inzwischen haben wir aus dem jetzigen Museum aber mit viel Liebe und Engagement das gemacht, was es ist: Ein Stück Preetzer Stadtgeschichte. Wir sind stolz darauf, ein solches Schmuckstück daraus geschaffen zu haben“, sagt sie und vergewissert sich per Augenkontakt, dass auch ihre Mitstreiter so denken. Die bestätigen dies mit einem Lächeln und Kopfnicken.
Langsam begann der Aufbau des Museums im Erdgeschoss mit alten Funden. Heinke Heintzen: „Wir haben immer nur gearbeitet und dabei viel Neues über die Stadt erfahren. Wahrscheinlich hätte niemand sonst etwas über die Probsteier Keramik erfahren.“
Erstmals hat der Verein in diesem Jahr am „Tag des offenen Denkmals“ teilgenommen. Mit dem Ergebnis, so Volker Liebich und Axel Langfeldt, könne der Verein mehr als zufrieden sein. Im nächsten Jahr wird der Verein wieder an den Start gehen.
Bis dahin wird sich der Vorstand erneuert haben. „Wir brauchen frischen Wind“, sagt Heinke Heintzen. Und Axel Langfeldt nickt. Er möchte im neuen Vorstand ganz vorn mitmischen und das ehemals scheinbar „geschichtslose“ Haus weiter mit viel Leben erfüllen. Heinke Heintzen: „ Als wir bei Renovierungsarbeiten auf alte Wandmalereien stießen, waren wir begeistert.“ Nach und nach hat sich der Verein auch der Außenanlagen angenommen. Kunst in Vielfalt prägt hier das Bild.
Inzwischen ist das Museum ein begehrter Praktikumsplatz für Kieler Kunsthistorikstudenten, die sich hier für verschiedene Arbeiten eigene Themen suchen dürfen und dies auch mit Begeisterung tun.
Vieles konnte der Verein inzwischen von der „To-do-Liste“ streichen. So ist zum Beispiel die Beschriftung alter Häuser fertig. Die aufwändige Produktion der Jahreshefte wird fortgesetzt. Am ersten Adventswochenende wird es einen Weihnachtsmarkt geben. Im Februar sind alle Interessierten zu einer Kulturnacht eingeladen, im Mai gibt es die Maiexkursion. Ein Wunsch bleibt aber noch: „Wir brauchen dringend eine wissenschaftliche Fachkraft, die uns unterstützt bei der Bewältigung der vielen Aufgaben, die ehrenamtlich nicht mehr zu bewältigen sind.“ Leider fehlt dafür bisher das Geld. Mehr fördernde Mitglieder, so die drei Vorstandsmitglieder, könnten das Problem lösen.



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