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Nachdenklich und anklagend

Bilder
Dr. Sabine Behrens erklärt die einzelnen Bilder die bis November im Künstlermuseum Heikendorf zu sehen sein werden.

Dr. Sabine Behrens erklärt die einzelnen Bilder die bis November im Künstlermuseum Heikendorf zu sehen sein werden.

Heikendorf (kud). Genau 100 Jahre ist es her, als sich Matrosen und Arbeiter in Kiel aufmachten, sich gegen Hunger, Elend und unsinnige Anordnungen verschiedener Obrigkeiten zu wehren. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird derzeit in Schleswig-Holstein dieses Aufstandes gedacht. Im Künstlermuseum Heikendorf hat jetzt eine Ausstellung begonnen mit Werken der zur Künstlerkolonie Heikendorf gehörenden Maler. „Zwischen den Kriegen“ ist der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 25. November zu sehen ist.

Krieg, Tod, Vertreibung – facettenreich arbeiteten sich die Heikendorfer Künstler an diese Themen heran. „Viel lernen wir von den ausgestellten Bildern auch über die innere Emigration, in der sich Künstler in dieser Zeit befunden haben mögen“, so Sabine Behrens, Leiterin des Museums.

Mit großer Sorgfalt habe ein Team die Bilder zusammengetragen und versucht, das Heikendorf vor, während und nach den Kriegen zu dokumentieren.

Die Einzelthemen befassen sich mit Heinrich Bluncks (1891-1963) Aufenthalten in Belgien während des Ersten Weltkriegs und beleuchten die „Goldenen 20er Jahre“ u.a. mit Werken von Rudolf Behrend (1895-1979). Der künstlerische Stilpluralismus der 1920er und 30er Jahre erschließt sich mit den Portraits von Georg Burmester (1864-1936) und ausgewählten Arbeiten der Künstlerkolonie Heikendorf.

Anhand der gezeigten Landschaften, Tiermotive und Figurengruppen wird dabei der Einfluss der Klassischen Moderne sichtbar. Diese Präsentation möchte zudem Fragen nach der inneren Emigration stellen. Ein besonderer Stellenwert kommt der künstlerischen Aufarbeitung der Kriegserlebnisse zu, die erst nach 1945 erfolgt ist. Dies zeigen Malereien und Zeichnungen von Werner Lange (1888-1955), Jeane Flieser (1912-2007) und Rudolf Behrend. Jeder Künstler hat dafür eine eigene aussagekräftige Formsprache gefunden, die dem Tod ein Bild gibt. Die Kriegszerstörungen in Heikendorf und die Frage von Flucht und Spätheimkehrern werden u.a. durch Werke von Oscar Droege (1898-1983) berührt. Prägnante Kurztexte erörtern diese Einzelthemen und ergeben so in ihrer Gesamtheit einen zum Nachsinnen anregenden Einblick in die Zeit 1914 bis 1945. Abgerundet wird die Ausstellung durch ein Modell des Bildhauers Fritz During (1910-1993) und eine Skulptur der in Kronshagen lebenden Künstlerin Monika Maria Dotzer.

Interessierte können auch an einer der geplanten Führungen durch die Ausstellung teilnehmen. Die Termine: 13. Oktober, 15 Uhr, 28. Oktober, 12 Uhr, 10. November, 15 Uhr, 25. November, 12 Uhr.

Parallel zu der Ausstellung läuft eine Gedenkausstellung der kürzlich verstorbenen Künstlerin Ursula Baldrich. Zu sehen ist eine Auswahl ihrer Fotoarbeiten.
Geöffnet ist das Künstlermuseum dienstags bis sonnabends von 14 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr.



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