Reporter Eutin

Nackte Tatsachen bei der Niederdeutschen Bühne Preetz

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Preetz (los). Die Niederdeutsche Bühne Preetz lässt die Hosen runter: Analog zum bekannten Kinofilm „Ganz oder gar nicht“, der getreu dem Motto „Alles oder nichts“ mit einer famosen Stripnummer endet, geht es auch bei „Barfoot bet an’n Hals“ um nackte Tatsachen - die „Chippendales“ lassen grüßen. Dabei hat die Komödie von Stephan Sinclair und Anthony McCarten, niederdeutsche Fassung von Harmut Cyriacks und Peter Nissen eigentlich einen eher tragischen Hintergrund: Angesichts notorischer Geldknappheit stellen sich die Akteure in ihrer Rolle als Arbeitslose die Frage, ob eine selbst inszenierte Amateur-Stripshow wie bei den bekannten Profis ihr Portemonnaie füllen könnte. Doch ganz so einfach gestaltet sich das Vorhaben nicht und mit jeder abgelegten Klamotte wachsen bei der Gratwanderung zwischen erotisch und lächerlich die Selbstzweifel. Schließlich soll „Frau“ dafür bezahlen...
Die aufwendige Inszenierung unter der Regie von Matthias Jaschik verspricht also „großes Kino“ in der Aula des Preetzer Friedrich-Schiller-Gymnasiums (Ihlsol 12) und lässt eine gute Portion Lokalkolorit nicht vermissen: So wurde die Handlung der ursprünglich in Nordengland angesiedelten Geschichte kurzerhand nach Preetz verlegt und das Pendant der „Chippendales“ tanzt als „Mantastic Preetzer Schosterjungs“ über die Bühne.
Damit das Projekt überhaupt realisiert werden konnte, musste die Niederdeutsche Bühne Preetz rund fünf Jahre nach männlichen Darstellern suchen, erzählt Stephan Rieck alias „Burkhard“, der die Idee dazu hatte und auch die Kostümierung organisierte. „Ich fand den Stoff als Sozialkomödie gut: Sechs, die sich an den Ohren aus dem Sumpf herausziehen.“ Und dabei dem Publikum ans Herz wachsen. „Wir haben ja alle unsere Fehler“, sagt Rieck, „wir sind eben keine Chippendales“. Oder, in „Burkhards“ Worten: „Man je weniger ik eet, je fetter war ick“. Dabei gestalteten sich die Proben - wie in der Geschichte selbst - und nicht zuletzt die Beschaffung von allem, was „Mann“ im Verlauf des Auftritts irgendwann nicht mehr anhat, als wachsende Herausforderung. „Ich kenne jetzt jeden Kieler Erotikshop“, erzählt Rieck, der sicherheitshalber mit seiner Frau in der Dirty Mile auf Einkaufstour unterwegs war, um Tangas mit Clip- und Pants mit Klettverschluss einzukaufen – gestrippt wird nach „Zwiebelsystem“. Und da die zarten Stöffchen bei allen Vorstellungen einer gewissen Belastung standhalten müssen, hat sich das Ensemble gleich mit genügend „Ersatzklamotten“ ausgestattet.
„Barfoot bet an’n Hals“ feiert am Freitag, 1. Februar 2019 um 20 Uhr Premiere. Weitere Vorstellungen gibt es am 2., 8. und 9. Februar sowie am 1. und 2. März (Beginn jeweils um 20 Uhr) und am Sonntag, 3. März um 15 Uhr. Die beiden Silvestervorstellungen am 31. Dezember 2019 starten um 15 und um 19 Uhr. Karten sind im Preetzer Gesundheitszentrum am Löwen (Parfümerie), Markt 9 – 12 sowie im Preetzer Serviceladen, Mühlenstraße 9 (04342-7280420) erhältlich und können online ( www.nbpreetz.de ) sowie über das Kartentelefon (0431-26099412) gebucht werden.



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