Reporter Eutin

Neuer Hundekotbeutelspender an der Ölmühlenallee

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Plön (los). Was hat Martin Luther mit Hundeschietbüddeln zu tun? Oberflächlich betrachtet nicht viel. Aber immerhin hätte er sich die häufchenweise herumliegenden Tretminen sicher nicht gefallen lassen. Zu diesem Ergebnis kamen die Kinder der evangelischen Waldkindergartengruppe an der Plöner Ölmühlenallee – ihnen stank es buchstäblich. Seit vergangener Woche hängt nun ein Beutelspender über einer Abfalltonne an der Wegmündung Richtung Waldspielplatz und Hundebesitzer sollten sich aufgefordert sehen, hier mehr Umsicht in Sachen Sauberkeit walten zu lassen: Der eingesammelte Kot darf in der Mülltonne entsorgt werden. Heiner Rausch, Leiter des Baubetriebshofes hat sie angeschafft und dort anbringen lassen. Im Auftrag des Rathauses. Denn dort haben die Kinder ihre Beschwerde vorgetragen mit dem Wunsch, dass sich was ändert. Ganz in Luthers Sinne... „Vorgeschichte der Aktion war ein Lutherprojekt mit Pastor Sprung“, erzählt der Leiter der kleinen Waldtruppe Christoph Kohrt. Die tiefgreifende Erkenntnis daraus: „Luther hat sich etwas überlegt, um etwas zu ändern, was ihm nicht gefallen hat“, so Kohrt. „Also überlegten wir nun gemeinsam, was uns stört und was man tun kann.“ Zum einen sei der Gruppe aufgefallen, dass es an der Ölmühlenallee weder die Beutelspender noch die dazugehörigen Mülleimer gab. Zum anderen sei ihnen noch präsent gewesen, dass es in Plön einen neuen Bürgermeister gibt. „Deshalb schlug Lukas vor, dass wir zu ihm ins Rathaus gehen sollten – und danach wurde ihre Idee auch gleich umgesetzt.“ Das Ergebnis ist die sechzehnte „Schietbüddelstation“ im Stadtgebiet. „Als ich 2009 hier anfing, gab es das noch gar nicht“, erinnert sich Heiner Rausch. „Wir fingen dann mit fünf Beutelspendern an.“ Rund 20.000 Beutel habe die Kommune damals ausgegeben. 250.000 Stück würden aktuell pro Jahr verbraucht. Außer an den Spenderboxen, die turnusmäßig aufgefüllt werden, gibt es die Beutel in der Tourist Info, im Rathaus und bei der Stadtreinigung. Auch die Stadtreinigung nutze sie, etwa wenn die müffelnden Hinterlassenschaften im Rahmen von Pflegearbeiten eingesammelt würden, beispielsweise im Herbst, wenn das ganze Falllaub aufgenommen werde. Aber letztlich scheinen die „Schietbüddel“ Segen und Fluch zugleich zu sein: Allzu häufig wird Unfug damit getrieben und Heiner Rausch kann davon ein Lied singen. „Manche werfen die vollen Beutel einfach in die Rabatten“, erzählt er. Zum Teil flögen sie auch über Gartenzäune hinweg. „Ich fand auch schon eine ganze Ansammlung der Tüten als säuberlich drapierten Haufen vor.“ Was hätte Luther wohl dazu gesagt?



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