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Neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt, alter Wehrführer verabschiedet

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Bürgermeister Lars Winter übergibt den Schlüssel für das neue 300000 Euro teure Löschfahrzeug an Ex-Wehrführer Horst Stüwe, der diese wiederum dem Gruppenführer Alexander Gripp aushändigt.

Bürgermeister Lars Winter übergibt den Schlüssel für das neue 300000 Euro teure Löschfahrzeug an Ex-Wehrführer Horst Stüwe, der diese wiederum dem Gruppenführer Alexander Gripp aushändigt.

Plön (los). „Die Modernisierung der Löschfahrzeuge ist abgeschlossen. Materiell ist die Zukunft der Feuerwehr gesichert“, freute sich Plöns Wehrführer Kai Böhrens anlässlich der offiziellen Indienststellung eines brandneuen LF 10. Die Plöner Wehr nutzte die Feierstunde auch, um Böhrens Vorgänger Horst Stüwe mit großem Bahnhof zu verabschieden.
Übergeben wurde das knapp 300000 Euro teure Fahrzeug von Bürgermeister Lars Winter. Die Ersatzbeschaffung – das Neufahrzeug löst ein 30 Jahre altes LF8 ab, das 2017 ausgemustert und für 4000 Euro verkauft wurde – sei vor zwei Jahren in den städtischen Gremien beraten und beschlossen worden. „Ich habe die Ehre geerbt, dieses Fahrzeug zu übergeben, erinnerte Winter an eine weitsichtige Entscheidung für die Stärkung der Sicherheit in Plön und im Umland. „Diese Arbeit wird jetzt hoffentlich etwas erleichtert, muss aber immer noch gemacht werden“, hob er das große ehrenamtliche Engagement der Wehr hervor.
Der stellvertretende Landrat Lutz Schlünsen betonte die hohe Einsatzfähigkeit der Plöner Wehr, die damit auch ein „Stückweit verantwortlich für die Region“ sei. Der Kreis unterstütze daher die Anschaffung mit einer Fördersumme aus der Feuerschutzsteuer in Höhe von 88100 Euro.
Und Kreisbrandmeister Manfred Stender verdeutlichte: Mit 71 aktiven Kameraden, von den 30 als Atemschutzgeräteträger ausgebildet seien, sei die Plöner Wehr eine besonders schlagkräftige Truppe, die mit einem Durchschnittsalter von 39 Jahren zwei Jahre jünger als der Kreisschnitt sehr gut aufgestellt sei. Da das Land beschlossen habe, den Katastrophenschutz zu stärken, werde voraussichtlich auch das in Plön stationierte LF16TS binnen der nächsten zehn Jahre modernisiert.
Aber auch der aktuelle Neuzugang könne für besondere Aufgaben genutzt werden, betonte Kai Böhrens. Bei schwierigen Lagen könnten mit dem Einsatzmittel eigenständige Unwettereinsätze und Löschangriffe gefahren werden.
Und in solch komplexen Situationen freue er sich, weiterhin auf den großen Erfahrungsschatz von Horst Stüwe zurückgreifen zu können, so Böhrens, bevor er in einer sehr persönlichen Laudatio Stüwes 42-jährige Dienstzeit Revue passieren ließ. 1976 trat Stüwe in die Jugendwehr und wurde vier Jahre später in die aktive Wehr übernommen. Als Atemschutzgeräteträger habe er während der 80-er Jahre die Serie der Großbrände in der Innenstadt erlebt und sich dabei als „echter Firefighter“ bewährt. 1990 übernahm Stüwe erstmals einen Vorstandsposten als Jugendwart. „Mit der Einführung der Schnuppergruppe warst Du schon damals der Entwicklung um 20 Jahre voraus, stellte Böhrens fest. So würden derzeit viele Wehren diese Idee aufgreifen und zusätzlich zu den Jugendwehren weitere Nachwuchsabteilungen für Kinder gründen.
Von 2005 bis 2017 leitete Stüwe die Wehr. „Du bist unser Fels in der Brandung“, hob Böhrens die Stüwes herausragende Eigenschaft hervor, auch im größten Stress die Ruhe zu bewahren und auszustrahlen.
Auch der Leiter des Plöner Polizeireviers Michael Martins, der mit einer großen Abordnung zum Danke sagen gekommen war, lobte Stüwes ruhige und souveräne Einsatzleitung: „ein gelassener Wehrführer, den nichts aus der Ruhe bringt“, fasste Martins das Ergebnis einer Polizeiinternen Umfrage zusammen.
Die Bösdorfer Wehrführer Volker Horst und Björn Lüth betonten die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Wehren bei gemeinsamen Einsätzen und nachbarschaftlichen Löschhilfen, während der Wehrführer der Partnerwehr aus Plau am See, Ronny Ax, seine Lobeshymne in dem Satz zusammenfasste: „Horst, du bist mein Vorbild.“
Kreisbrandmeister Manfred Stender nutzte die große Runde, um den „Motivationsmotor Horst Stüwe“ für dessen mehr als 25-jährige Vorstandsarbeit und herausragende Verdienste das Feuerwehrehrenkreuz in Gold zu verleihen.
Stüwe selbst blickte in seinen Dankesworten auch auf 1759 Einsätze von Großbränden über Verkehrsunfälle, Seenotrettungen, Unwetterschäden, Vogelgrippe und Suiziden zurück, die allein in den vergangenen zwölf Jahren unter seiner Leitung abgearbeitet worden seien. Für diese aktive Hilfe vor Ort stehe er selbstverständlich weiterhin zur Verfügung, so Stüwe, aber die Bürokratie, die immer mehr geworden sei, sei nun mal nicht so sein Ding, erklärte er seinen Rückzug aus der ersten Reihe.



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