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Tretmine kontra Plastik-Sch...ß

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Immer wieder müssen Fritz Heydemann und Wolfgang Plohr einen Sprung in die kratzigen Brombeerranken riskieren, um der hier entsorgten Hundekotbeutel habhaft zu werden.

Immer wieder müssen Fritz Heydemann und Wolfgang Plohr einen Sprung in die kratzigen Brombeerranken riskieren, um der hier entsorgten Hundekotbeutel habhaft zu werden.

Plön (los). Was Mikroplastik anrichtet - wie aktuell am Beispiel „Schlei“ berichtet – ist hinlänglich bekannt. In Plön gibt es jedoch Hundehalter, die sich in Sachen Plastikdreck offenbar nicht lumpen lassen wollen und derzeit kräftig nachziehen: „Wir stellen zunehmend fest, dass die Leute die Hundekotbeutel einfach irgendwo in der Botanik verschwinden lassen“, ärgert sich NABU-Vorsitzender Fritz Heydemann. Im Sinne des Erfinders ist das nicht: „Volle Tüte – graue Tonne“ laute das zugrunde liegende, sehr einfache Prinzip. Auch im nächsten öffentlichen Abfallbehälter dürfe der Schietbüdel entsorgt werden.
 
Doch so weit wollen viele das Tütchen mit den Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners anscheinend nicht tragen. Stille Örtchen wie etwa der Weg am Klinkerteich zwischen Krabbe und Lütjenburger Straße sind bevorzugte Ecken, um sich abseits anklagender Blicke oder gar möglichen Protests seiner Mitmenschen der unliebsamen Ladung klammheimlich zu entledigen. Aber auch was sonst noch stört, fliegt gleich mit ins Strauchwerk: Müll aller Art haben Katrin und Fritz Heydemann sowie NABU-Mitglied Wolfgang Plohr auf ihrer Sammeltour vergangene Woche gleich Säckeweise aus fast unzugänglichen Brombeerdickichten gefischt – nicht nur die schwarzen Hundekotbeutel. Schnapsflaschen, eine volle Windel... Die Bedeutung von „sch...ßegal“ gewinnt in diesem Zusammenhang eine ganz neue Dimension.
 
Dabei fällt die Bilanz der Schietbüddel, die vor den gefürchteten „Tretminen“ auf Gehwegen schützen soll, insgesamt positiv aus: „Die Innenstadt ist deutlich sauberer geworden“, hat Fritz Heydemann festgestellt.
 

Und dazu haben sicherlich auch die 250000 Beutel beigetragen, die seitens der Stadt pro Jahr für die Kotsammlung zur Verfügung gestellt werden. Doch längst nicht jedes Säckchen erfüllt seinen zugedachten Zweck: „Dafür sprechen die zahllosen leeren Tüten, die mittlerweile überall in der Natur herumfliegen“, verdeutlicht Fritz Heydemann. Achtlos aus der Tasche gezogen, am Beutelspender nicht aufgepasst – schon ist die nächste Umweltsünde gedankenlos getätigt. Als zweifelhafte Dekoration in Bäumen und vorwurfsvoll an Sträuchern flatternd, hineingeweht in Dickichte oder am Seeufer angeschwemmt zwischen Treibgut. „Es kommt häufig vor, dass die Beutel sogar an Zweigen richtig festgeknotet werden“, hat Fritz Heydemann beobachtet. Immerhin könne man sie da wieder gut entfernen. Landen sie dagegen – gefüllt oder nicht – auf zu pflegenden Grünflächen, sorgt der nächste Rasenmäher für eine beschleunigte Zerkleinerung und der zerfetzte Schietbüddel verteilt sich weiter.
 

Vorausgesetzt, es handele sich um einen einigermaßen natur belassenen Bereich sei es vielleicht besser, die Hundehäufchen ohne „Umhüllung“ vor Ort zu belassen, gibt Fritz Heydemann zu Bedenken. „Hunde verrichten ihr Geschäft lieber abseits“, weiß der Hundehalter. Ansonsten lasse sich die Hinterlassenschaft am Wegesrand meist problemlos mit einem Stock als Behelfswerkzeug in Bereiche schieben, wo niemand geht – und auch nicht mäht. „Ein bisschen altes Laub drauf und das Ganze verrottet in kürzester Zeit“.



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