Reporter Eutin

„Wir suchen helfende Hände mit Hirn und Herz“

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Jeden Tag ein anderes Team. Aber alle ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, den Kunden der „Plöner Tafel“ Leckeres zu präsentieren.

Jeden Tag ein anderes Team. Aber alle ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, den Kunden der „Plöner Tafel“ Leckeres zu präsentieren.

Plön (kud). Ute Schumacher und Stefan Thomsen freuen sich. „Diesmal können wir sogar frische Champignons und Blumensträuße anbieten.“ Es ist Mittwoch, 10 Uhr. Um 14.30 Uhr erwarten die beiden und ihr Team viele Käufer. Und denen wollen sie die Waren so präsentieren, dass ihnen der Einkauf Freude bereitet. Doch bis ein solcher Einkaufstag genau mit diesem Ergebnis endet, ist erst einmal viel Vorarbeit nötig. Davon sehen die Kunden nichts. Und die beiden Vorsitzenden brauchen dringend weitere ehrenamtliche Helfer, um das Niveau ihres „Ladens“ halten zu können.
Vor der Tür steht ein Lieferwagen, ausgestattet mit Kühlvorrichtung. Täglich machen sich „Tafel“-Mitarbeiter auf den Weg – sogar bis Kiel. Die Lebensmittel, die sie heranfahren, dürfen in der Kühlkette nicht unterbrochen werden, damit sie noch möglichst lange für die Verbraucher essbar bleiben. Alles, was ausgeladen wird, geht durch die Kontrolle. Manches ist wirklich nicht mehr verwertbar. Das landet im Müll. Die Erdbeeren sind aber noch prima in Schuss.
Vor dem Laden steht Ute Schumacher und sortiert sorgsam 20 Blumensträuße. „Da wird es heute viele Frauen geben, die sich darüber freuen. So oft bekommen wir keine Blumen.“ Drinnen steht Stefan Thomsen vor frischen Erdbeeren. Den beiden gehen heute freiwillige Helfer, Ein-Euro-Jobber und Helfer zur Hand, die das Jobcenter vermittelt hat.
Dass es die „Tafel“ in Plön gibt, ermöglichen viele Geldgeber. Die Stadt, die Sparkasse, vor allem aber viele Betriebe, die mit ihren zum Teil täglichen Sachspenden die Essensausgabe zweimal wöchentlich erst ermöglichen.
275 Familien – das sind rund 800 Personen – profitieren von diesem Angebot in Plön. Von dort aus werden auch Außenstellen in Ascheberg, Lütjenburg und Wankendorf beliefert. Manchmal gibt es plötzlich eine ganze Palette mit Shampoo aus einem Dromarkt, der neue Ware platzieren muss. Oder Mehl, Zucker, Salz. Dies alles wandert nach hinten, um immer dann hervorgeholt zu werden, wenn Not am Mann ist.
Mittwochs und freitags, jeweils von 14.30 Uhr bis 16 Uhr ist die „Shoptür“ in der Bahnhofstraße 6 geöffnet. Die Kunden wissen in der Regel nicht, dass für diese Öffnungsstunden täglich viele Menschen mehrere Stunden täglich arbeiten.
Und manche wissen diesen Einsatz auch nicht zu schätzen, versuchen, einzusammeln, was vorrätig ist. Das führt schon gelegentlich zu kleinen Unstimmigkeiten, weil andere, die geduldig warten, bis fast nichts mehr da ist, leer ausgehen würden, wenn das Personal nicht genau aufpassen würde. Dabei ist alles klar geregelt. Pro Haushalt müssen vor dem Verkauf zwei Euro abgeliefert und ein Berechtigungsschein vorgezeigt werden. Das ist nicht viel. Für diesen Betrag gibt es klar definierte Mengen an Waren. Aber solche Alltagsquerelen werden dank der Souveränität der Akteure schnell bereinigt.
Jetzt aber geht es um schnelle Hilfe. Die beiden Vorsitzenden: „Wir brauchen weitere Helfer, die bereit sind anzupacken und mit Herz und Hirn bei der Sache zu sein. Wir erwarten nicht, dass jeder jeden Tag oder zu jeder Stunde Zeit hat. Aber wenn jeder, der Lust hat mitzumachen, nur wenige Stunden in der Woche erübrigen kann, sind wir schon froh“. Wer also Lust hat, sich bei der Tafel einzubringen, egal, wie alt, welcher Nationalität, wählt einfach eine der folgenden Nummern: 04522/7898958 oder04522(7444144 oder 0173 6174761



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