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30 Jahre Heikendorfer Yacht Club - 130 Jahre „Laeso Rende“

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Seit 1986 liegt die „Laeso Rende“ im Hafen von Möltenort.

Seit 1986 liegt die „Laeso Rende“ im Hafen von Möltenort.

Heikendorf (t). „ Der Hafen Möltenort ohne Feuerschiff funktioniert nicht - es würde etwas fehlen“, begrüßte der Vorsitzende des Heikendorfer Yacht Clubs Rainer Bechem die Gäste der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 30jährigen Bestehens des HYC 86. Der immer noch junge, nicht „in die Jahre gekommener“ Segelverein besitzt mit dem dem Fyrskip XV „Laeso Rende“ ein ganz besonders originelles, da schwimmendes Vereinsheim auf der Sonnenseite der Kieler Förde. „Ganze Generationen von jungen Seglern haben ihre ersten Erfahrungen mit dem Element Wasser auf diesem Schiff erlebt“, hob Bechem hervor. Genutzt werde es darüber hinaus (gegen Spende) zu besonderen Anlässen wie Geburtstage, Jubiläen oder Trauerfeiern und sogar als Trauzimmer der Gemeinde: „Zahlreiche Ehen wurden hier besiegelt.“ In Kopenhagen 1886 auf Kiel gelegt, habe das Fyrskip XV bis 1971 auf vielen Stationen in Nord- und Ostsee seinen Dienst verrichtet, und unter anderem etliche Jahre im Kattegat vor der Insel Laeso. „Bemannt war es mit einer Crew von rund 7 Seeleuten, welche alle vier Wochen ausgetauscht wurde“, weiß Rainer Bechem. „Während dieser wechselvollen 84 Dienstjahre wurde sie mehrfach gerammt, beschädigt und musste unzähligen Stürmen und eisigen Wintertagen trotzen.“ Nachdem die bemannten Feuerschiffe allmählich durch Seezeichen beziehungsweise Leuchttürme ersetzt wurden, erwarb die Gemeinde Harderslev das Fyrskip XV für ein Jugendprojekt. Als dieses wenig Erfolg brachte, bot die Gemeinde es zum Verkauf an – und der HYC 86 griff entschlossen zu. Der Schlepper „Stein“ holte die „Laeso Rende“ damals nach Möltenort. Gegründet haben den HYC 86 damals eine Gruppe Segler, die sich den Hafen Möltenort nicht auf Dauer ohne Feuerschiff vorstellen konnten, nachdem das ehemalige Feuerschiff verkauft worden war. „Der HYC und das Fyrskip Laeso Rende bilden eine Symbiose, die Segelsport, Seefahrt, historische Schiffe, Geselligkeit und Erhalt von Kulturgütern miteinander verbindet“, verdeutlichte Rainer Bechem. Neben der üblichen Vereinsarbeit wie Aufbau einer aktiven Jugendgruppe, Anleitung und Ausbildung im Segeln, Vorbereitung zur Sportbootprüfung und Regattatraining zählte der Feuerschiffserhalt und dessen Renovierung zum Engagement der Vereinsmitglieder. Da man auch Nichtsegler mit Interesse an historischen Schiffen ansprechen wollte, sei 10 Jahre später der Förderverein „Freunde und Förderer des Feuerschiffs Laeso Rende“ ins Leben gerufen worden, der nur dem Erhalt der Laeso Rende dient. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung konnte der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jochen Schulte-Rahde, dem HYC 86 einen Scheck über 7500 Euro für weitere wichtige Erhaltungsmaßnahmen an der beliebten „Laeso Rende“ überreichen. Nach 30 Jahren Fleiß und Schweiß blickt der HYC 86 mit berechtigtem Stolz auf seine „alte Lady“. Die Fürsorge der Mitglieder gilt ebenso den übrigen Booten. Da ist zum einen die Fahrtenyacht „Giya“, welche neben Freizeitsegeln zur Ausbildung für Segelscheine genutzt wird und beim „Laeso Rende Cup“ als Start- und Zielschiff genutzt wird. Dazu gibt es die Megin-Jolle „Wallhal“, welche als traditionelle dänische Konstruktion an den Davits der „Laeso Rende“ hängt. Neben vielen vereinseigenen Optis für die Jüngsten sowie Laser und Europe für die Fortgeschrittenen, ist der jüngste Erwerb ein Holzpirat, um das Teamsegeln zu fördern. Fünf ehrenamtliche Trainer begleiten die jungen Nachwuchssegler beim Training und zu den unterschiedlichsten Regatten an der Förde und im Binnenland, sorgen für die theoretische Ausbildung und organisieren Segelfreizeiten. Andere HYC-Mitglieder richten seit 25 Jahren die Mittwochsregatten aus. Während der Segelsaison finden diese im Wechsel mit der Möltenorter Seglerkameradschaft statt. Die Wintermonate bereichert ein buntes Programm mit Vorträgen, Livemusik, Weinproben, Reiseberichten, bayrischen Abenden, Lesungen und geselligen Partys.



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