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Als Jugend-Botschafterin von Schönberg in die USA

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Alma Weber aus Laboe reist in ein Jugend Camp von Lions International in Tucson in Arizona. Bürgermeister Peter Kokocinski hat sie vor dem Schönberger Rathaus verabschiedet.

Alma Weber aus Laboe reist in ein Jugend Camp von Lions International in Tucson in Arizona. Bürgermeister Peter Kokocinski hat sie vor dem Schönberger Rathaus verabschiedet.

Schönberg (t). „America, here I come“ – Alma Weber aus Laboe sitzt zwar noch nicht auf gepackten Koffern, aber das begehrte Ticket für die USA hat sie bereits in der Tasche. Als einzige Deutsche wird sie Anfang Juli in ein Jugend Camp von Lions International nach Tucson in Arizona fliegen. Damit geht für die 18-jährige Schönberger Schülerin ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung.
Begonnen hat alles mit einer Zeitungsnotiz des Lions Clubs Wagrien aus Schönberg, der 2018 zu Bewerbungen für einen Jugendaustausch in die USA einlud. Lions Clubs international hat seit der Gründung vor 100 Jahren das gegenseitige Verstehen der Menschen aller Nationen zu einem der Hauptziele gemacht. Damit soll der Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt verstärkt werden. Gleichzeitig erhalten junge Menschen die Möglichkeit, ihre Rolle als „Jugendbotschafter und Weltbürger“ aktiv verstehen zu lernen.
Basis des Jugendaustausches ist der Grundsatz, dass die anfallenden Kosten für die Reise, die Unterbringung, Verpflegung und das Programm zwischen dem entsendenden und dem durchführenden Land geteilt werden. In diesem konkreten Fall übernimmt der Lions Club Wagrien die Kosten. Nach der ersten schriftlichen Bewerbung bei den „Wagriern“ – auf Englisch natürlich – ging die Bewerbung zu Lions Deutschland nach Wiesbaden und von dort aus an den Lions Club in Tucson. 23 Jugendliche können dort an dem Camp teilnehmen, aus jedem Land aber immer nur einer. Zunächst hieß es deshalb für Alma Weber erst einmal warten. Dann kam eine mail, die sie zu einem Interview über Skype einlud. Am Ende des mehr als einstündigen Interviews waren die amerikanischen Lions von Alma so überzeugt, dass sie zunächst eine mündliche und später die schriftliche Zusage erhielt. Jetzt wird sie mit 22 anderen Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren in die USA fliegen. „Es werden in diesem Jahr Jugendliche aus Brasilien, Norwegen, Italien, Spanien, Ungarn, Russland Frankreich und Belgien dabei sein“, sagt Alma. Mit einigen von ihnen hatte sie bereits per email Kontakt. „Am meisten freue ich mich drauf, Leute aus anderen Ländern kennen zu lernen und hoffentlich Freundschaften schließen zu können“, sagt sie.
Auf Alma wartet in jedem Fall ein volles Programm. „In der ersten Woche geht es auf eine historische Tour zu den alten Western-Städten wie Tombstone, den Bisbee-Goldminen, mit dem Pferd durch die Wüste bis nach Nogales in Mexico“, sagt C. Kirby Smithe vom Lions Youth Camp vor Ort. In den folgenden zwei Wochen wird Alma dann das amerikanische Alltagsleben in einer Familie kennenlernen. Danach geht es in den Norden von Arizona, zum Grand Canyon, nach Sedona, die Kleinstadt ist ein Paradies aus roten Felsen, und zurück nach Phoenix. Auf der anderen Seite wird erwartet, dass sie ihre Heimat in einem kleinen Vortrag vorstellt – und die amerikanische Gastfamilie vielleicht mit einem typisch deutschen Gericht begeistert.
„Deshalb freue ich mich auf die auf mich zukommenden Abenteuer und die neuen Erfahrungen wie auch die Eindrücke“, sagt Alma. Damit ist sie sicherlich nicht alleine. Jährlich werden in über 40 Ländern der Welt mehr als 100 Camps nach den Regeln von Lions International durchgeführt. So auch in Deutschland – zum Beispiel ein Camp für Blinde an der Lübecker Bucht im vergangenen Jahr, das von Jugendlichen Lions, den Leos, betreut wurde. Parallel wird auch in diesem Jahr ein Jugend Camp für ausländische Jugendliche in Schleswig Holstein stattfinden.



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