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Das lästige Geldzählen hat ein Ende

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Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kokocinski freut sich, den Strandbesuchern seit einigen Wochen mit neuen Strandabgabeautomaten die Zahlung zu erleichtern. Neben Bargeld nehmen die acht Automaten auch Scheck- und Kreditkarten.

Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kokocinski freut sich, den Strandbesuchern seit einigen Wochen mit neuen Strandabgabeautomaten die Zahlung zu erleichtern. Neben Bargeld nehmen die acht Automaten auch Scheck- und Kreditkarten.

Schönberg/Kalifornien (kud). Am Strand von Kalifornien ist der Teufel los. Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Es ist 16 Uhr. Einige haben ihren Strandtag für heute hinter sich. Andere kommen gerade von der Arbeit und freuen sich auf einen erfrischenden Meerwassergang. Am Strandabgabeautomaten gibt es kein Gedrängel mehr wie früher. Die Gäste zücken die Kredit- oder Bankkarte, nach wenigen Sekunden ist der Vorgang erledigt.
Bürgermeister Peter A. Kokocinski betrachtet alles mit Wohlgefallen. „So hatten wir uns die Umstellung auf die neuen Automaten gedacht. Kein lästiges Kleingeldzählen mehr, Karte rein, wieder einstecken, fertig“. Für alle Strandbesucher, die ihre Karten aus Sicherheitsgründen lieber zu Hause lassen, funktioniert natürlich auch immer noch das gute alte Bargeld.
Strandabgaben müssen alle Nutzer in der Zeit vom 15. März bis 31. Oktober zahlen. Urlauber werden bei ihrer Buchung mit dem anfallenden Betrag mit ihrer Unterkunftsrechnung belastet. Einheimische besorgen sich für die Saison eine vergünstigte Saisonkarte. Die Automaten sind also ausschließlich für Tagesbesucher gedacht. Der Gemeinde brachte dieses System im Jahr 2016 ganze 51 817 Euro ein. 2017 sank diese Einnahme wegen des verregneten Sommers auf 36 309 Euro. Davon entfielen auf die Automaten 35 976 und im vergangenen Jahr 22 470 Euro. „Für die Gemeinde war es eine finanziell nicht unerhebliche Entscheidung, in diesem Jahr alle acht Automaten zwischen Kalifornien und Schönbergerstrand auszuwechseln“, erklärt der Bürgermeister. Fast 50 000 Euro habe diese Investition gekostet. Aber bereits nach kurzer Betriebsdauer zeige sich, dass die neue Kartenzahlungslösung sehr gut angenommen werde. In den ersten fünf Tagen ab der Inbetriebnahme seien 536mal die Gebühren per Karte bezahlt worden. Kokocinski: „Wir hoffen, damit auch denen, die in Ermangelung passenden Bargeldes sonst vielleicht ohne Gebühr an den Strand gehen würden, lästige zusätzliche Gebühren zu ersparen“. Denn: Am Strand überprüft Servicepersonal, ob der Strandaufenthalt auch wirklich bezahlt wurde. Wenn nicht, ist die Gebühr fällig zuzüglich fünf Euro „Servicegebühr“. Die Strandgebühr, von einigen Strandbesuchern wenig akzeptiert, macht Sinn. Jeder möchte im Sommer einen gepflegten Strand mit feinem Sand vorfinden. Angesichts der im Winterhalbjahr immer wieder starken Stürme sind vor der Saison erhebliche Arbeiten notwendig, um die Ostseestrände wieder herzustellen. Und das kostet Geld, das bekanntlich auch in den kommunalen Kassen rar ist.
Gäste, für die die Anweisungen des Automaten nicht eindeutig genug sind, erhalten Hilfe zum Bedienen bei den Touriststellen der Gemeinde. Dort gibt es eine kleine Einweisung in Form eines Infozettels.



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